Unser Planet

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Für mich ist der blaue Planet ein liebreizender Garten Eden, mehr noch, ein wahres Wunderwerk! Je mehr ich über ihn erfahre, desto grösser wird meine Ehrfurcht. Er ruht in sich in seiner atemberaubenden Pracht, seinem blauen Glanz und seiner Stärke. Seine Souveränität bahnt sich einen Weg durch unser menschliches Welt-Getöse. Ich glaube, dass eher wir als er das Leben lassen müssen, wenn wir ihn weiterhin lieblos behandeln. Hat GOTT ihn uns einst nicht deshalb anvertraut, damit wir ihm Sorge tragen?

Ich habe keine Zweifel, dass Ihr im nachfolgenden Vulkan-Video wie ich die ungebrochene Kraft, die geballte Energie unserer Erde spürt. Gewaltig – oder nicht? Es läuft einem kalt über den Rücken.


Geldingadalur-Eruption in Island, Aufnahmen Léon Frey, März/April 2021 für FocusTerra, ETH Zürich, Schweiz

Im Video ist das focusTerra-Museum der Eidg. Technischen Hochschule in Zürich erwähnt. Dieses beherbergt brillante, erdwissenschaftliche Ausstellungen. Die Besucher sind eingeladen, die Schönheit, Faszination und Dynamik der Erde hautnah zu erleben, unter anderem mit Erdbeben, hervorgerufen durch einen Erdbebensimulator, der Erdbeben bis Magnitude 8 simulieren kann. Die Simulation mit dem über 3 Tonnen schweren Gerät soll ein Bewusstsein für die Gefahr wecken und zeigen, wie man sich bei einem Beben richtig verhält.

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Erinnert Ihr Euch an das schreckliche Erdbeben der Stärke 7 in Haiti im Jahre 2010? Damals kamen mehr als 230’000 Menschen ums Leben, 300’000 wurden verletzt. Zusammen mit den obdachlos Gewordenen war ein Drittel der haitianischen Bevölkerung von der Naturkatastrophe betroffen. Die Haitianer leben auf einem gefährlichen Untergrund. Unter der Karibikinsel verlaufen Bruchkanten der Erdkruste. Das führt immer wieder zu Erdbeben und damit zu Tragödien.

Genau diesem Erdbeben der Stärke 7 wurden wir zusammen mit 8 anderen Personen im speziellen Raum ausgesetzt. Das Ganze dauerte nur wenige Minuten, erschreckte mich aber fast zu Tode. Ich empfand eine riesige Angst und ein Gefühl völliger Hilflosigkeit. Glücklich, wer das nie in der Wirklichkeit erleben muss!

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Mich beeindruckt folgende Aussage des Dalai Lama: «Der Planet braucht keine erfolgreichen Menschen mehr. Der Planet braucht dringend Friedensstifter, Heiler, Erneuerer, Geschichtenerzähler und Liebende aller Art.»

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Macht Ihr mit? Ich fange mit Geschichtenerzählen an, das fällt mir leicht…

Mit der Liebe – wage ich zu behaupten – kennen wir uns alle aus, wissen, wie sehr Geben und Nehmen uns zu beflügeln vermag. Bis zum nächsten Mal, mit liebem Gruss, Elisa

30.06.2021

Foto Elisa: Auf dem Brünig

Auch das wird vorüber gehen – This too will pass by

Liebe Freunde,

«Sie wussten nicht, dass es unmöglich ist, darum taten sie es.» (Mark Twain)

Das erleben wir in diesen Tagen aufs eindrücklichste. Zu viele Menschen arbeiten fast bis zum Umfallen, während andere maus alleine und ohne persönliche Kontakte ausharren müssen oder drängende Geldprobleme haben. Gleichzeitig, es ist zum Staunen, wachsen Solidarität und Hilfsbereitschaft in der Nachbarschaft und im ganzen Land. An dieser Stelle möchte ich allen unter Euch, die DEM MANN und mir helfen oder uns Hilfe angeboten haben, ganz herzlich für ihre Freundlichkeit danken, besonders auch unserem Sohn, der für uns Lebensmittel und Getränke herschleppt und der, wie die meisten unter Euch, durch eine schwierige Phase geht. Wir haben sogar einen wundervollen Blumenstrauss bekommen von einfühlsamen Freunden, die wissen, wie wichtig gerade jetzt Freude und Farben sind. In unserem Umfeld gibt es so viele liebe Menschen. Das allein verleiht uns schon Kraft und Zuversicht. Beten ist ebenfalls hilfreich. Dennoch können wir unsere Besorgnis um unsere Lieben, um unsere Welt und unser Glück nicht einfach verdrängen. Bange ist uns auch um die zahlreichen jungen Menschen und ihre drückenden beruflichen Sorgen. Es geht in jeder Hinsicht um ihre Zukunft.

Der wonnevolle Frühling, der sich trotz eiskaltem Biswind draussen vor den Fenstern entfaltet, hat etwas fast Schmerzliches. Oder ist das eher ein ganz starkes Zeichen der Hoffnung? Ich will darauf bauen. Notrecht bedeutet ja nicht Krieg; wir sind dankbar, dass wir haben, was wir zum Leben brauchen: Ein Dach über dem Kopf, genug zu essen, sauberes Wasser, treue Freundschaften. Und sagt man nicht, der Mensch wachse mit der Aufgabe? Ich denke häufig an Murray’s Rat: «Auch das geht vorbei.» Oh, wie werden wir uns freuen, wenn es so weit ist!

Letzte Woche rief ich meine 98jährige demente Freundin an. Sie erlitt nach einem Sturz am 6. Februar einen äusserst peinigenden Schenkelhalsbruch, so dass sich die Ärzte trotz ihres Alters zur Operation entschlossen. Sie hat Narkose, Eingriff und Spitalaufenthalt wunderbar überstanden. Bereits ist sie in den Gängen des Pflegeheims wieder unterwegs mit ihrem Rollator. Ich liess sie also ans Telefon bitten, um ihr mitzuteilen, dass wir sie jetzt vielleicht für längere Zeit nicht besuchen könnten. Sie freute sich sehr über den Anruf, verstand jedoch nicht ganz, was ich sagen wollte. «Weisst du», versuchte ich zu erklären, «wir müssen zu Hause bleiben, der Bundesrat hat das so bestimmt wegen einer schlimmen Krankheit.» «Ach so», meinte sie fröhlich, «ja, wenn die schon regieren, müssen sie eben von Zeit zu Zeit auch etwas befehlen.» Mein Lachen wird ihr gutgetan haben. Den Sinn des Ganzen bekam sie wohl nicht mit.

Je länger je mehr komme ich zum Schluss, dass Demenz für einen persönlich nicht das Schlimmste ist, was einem passieren kann…

Elisabeth, 25.3.2020