Ein wenig Nonsense

Auch Nonsense macht hin und wieder Sinn, und sei es nur, dass er ein Schmunzeln hervorruft. Das neue Jahr ist noch jung, und an seinem Beginn liegen Sinn und Unsinn ohnehin ganz nah beieinander.

Als Schreibübung habe ich einmal ein kleines Nonsense-Gedicht verfasst, in dem ich nur einsilbige Wörter verwendet habe. Vielleicht habt Ihr Freude daran?

Der Wurm sitzt auf der Bank am See
Der Mond scheint hell
Dem Wurm ist „sturm“*
Drum fragt er schnell:
Was seh ich da bei Tag, bei Nacht?

Der Fisch, der alte Dieb, ruft laut: Es ist ein Schiff, gib acht!
Komm mit, komm mit, es ist der Hit!
Zu dumm: Der Wurm hüpft flott ins Gras – und in den See.
Der Fisch, der Wicht, schreit froh: Jetzt hab‘ ich dich!
Was für ein Glück! Nun sind wir quitt!

Seht nur, s’ist wahr und doch so fies: Er frisst den Wurm mit Haut und Haar.
Dann schwimmt er weg, mit Saft und Kraft, durch Tang und See,
singt laut und lacht: He he, he he, he he.

Den Kahn mit Rad sieht er zu spät –
und jetzt sind Wurm und Fisch
zu zweit im Grab
im Schlamm im See – he, heh!

*schweizerdeutsch für schwindlig

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Hoffen wir auf ein gelingendes 2023, ganz ohne Regenwurmpolitik! Und das Wichtigste: Lassen wir uns nicht einlullen von falschen Versprechungen, seien wir auf der Hut vor jeglicher Art von Einflüsterungen, die nur das Ihrige im Sinn haben. Für unsereins kommen sie ganz selten von Fischen…

Mit einem fröhlichen Augenzwinkern, Eure Elisa
12.01.2023