Albrecht Dürer (1471-1528)

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Ich nehme an, Ihr kennt die «Betenden Hände» von Albrecht Dürer. Sie sind gut 500jährig, von Meisterhand gezeichnet, und immer noch allgegenwärtig, obwohl das Original lediglich eine Bleistiftskizze ist, eine Studie als Vorarbeit an einem Altarbild. Habt Ihr gewusst, dass das Motiv sogar Andy Warhols Grabstein schmückt?

Foto DER MANN, Bernies Grab mit Engeln

«Es gibt sie in Holz, Metall, Wachs, auf Papier, Karton Plastik und, als Tattoo-Motiv, sogar auf Menschenhaut – diese «Betenden Hände» von Albrecht Dürer (1471-1528), einem der grössten Renaissance-Künstler nördlich der Alpen. Das Original befindet sich im Albertina-Museum in Wien.

In diesen schön geformten, schlanken, andächtig aneinander gelegten Händen, fast engelsgleich aus dem Nichts kommend und von einer meditativen blauen Fläche umgeben, zeigen sich die ganze Intimität, Innigkeit und Mystik des Betens…» (Zitat aus REFORMIERT, Nr. 9 vom September 2021).

Wie habt Ihr’s mit dem Beten? Betet Ihr zu einer höheren Macht, zu unserem christlichen oder jüdischen Gott? Macht Ihr Exerzitien? Meditiert Ihr? Mag sein, dass Ihr in schwieriger Situation ein Stossgebet zum Himmel schickt. Oder dass Ihr bei Gefahr ein inbrünstiges Versprechen gebt, z.B. «Lieber Gott, wenn du mich rettest und ich hier heil herauskomme, dann verspreche ich Dir…»

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Ich finde Stossgebete im Alltag hilfreich. Für mich ist Beten jedoch vor allem ein Danken, ein stilles Zwiegespräch mit Gott, eine Hinwendung zu einer Quelle, wo ich Kraft finde. Wie die meisten von euch kenne ich zermürbende Hindernisse. Ich habe Schicksalsschläge erlitten, lasse mich aber auch aufrichten durch Schönes und Gutes in meinem Leben. Aber ohne Gebet? Da wären mir Lebensfreude und Hoffnung im Laufe der Zeit bestimmt abhanden gekommen. Beten macht mich dankbar, gibt mir Mut, wenn ich am Verzagen bin. Dann kann ich mich auch wieder meinen lieben Mitmenschen zuwenden, die mich ebenfalls stützen und die ich zu stützen versuche. Ich spüre, dass mein Gebet Negatives in Positives wandelt. Das ist wertvoll, oder nicht? Kurz und bündig, das Gebet möchte ich keinesfalls missen! Es stärkt den Glauben, transzendiert die menschliche Zuversicht.

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Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es vergeblich, sie anderswo zu suchen. (François de la Rochefoucauld, 1613-1680).

Foto Elisa: Statue im Pavillon Le Corbusier, Zürich

Wahr oder nicht wahr? Was meint Ihr? Wie auch immer: Von Herzen wünsche ich Euch Ruhe und Gewissheit im Herzen. Vermutlich habt Ihr den für Euch stimmigen Weg längst gefunden!

Foto Elisa: Im Chinesischen Garten Zürich
Foto Elisa: Im Chinesischen Garten Zürich

Liebe Grüsse, Elisa
20.10.2021