Liebe

Klatschmohn – Botanicus.de

Es fällt mir nicht leicht, wieder zu bloggen – doch gleichzeitig fehlt mir das Schreiben (und letztlich auch Ihr), seit Sohn Bernie, unser innigst geliebter Paradiesvogel, uns verlassen hat. Sein vorzeitiger Tod hat mich verstört. Was liegt da näher, als mit einer frühen Erinnerung an ihn wieder ins Bloggen einzusteigen?

Mein Söhnchen war damals ein etwa 6 Monate altes Baby. Wir wohnten am Rand eines grossen Dorfes am Zürichsee, gleich unterhalb eines ausgedehnten Rebgebietes. Schöne Spazierwege gab’s dort, wir lebten mitten im Grünen. Stieg man in der Nähe unseres Wohnhauses über eine steile Treppe in die Höhe, gelangte man oben auf dem Rebhügel zu einem gemütlichen Gasthof, der sich einer prächtigen Aussicht über den See und auf die Berge rühmen konnte.

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An einem Samstagnachmittag ging mein damaliger Mann mit dem Söhnchen im Wagen spazieren, während ich mich den notwendigen Haushaltsarbeiten widmete. Ich hatte die Wohnung soeben aufgeräumt, als ich bemerkte, wie ein heftiger Platzregen niederprasselte. Die beiden waren ohne Regenschutz unterwegs, und während ich Babykleidchen und einen Kessel voll Stoffwindeln wusch, sorgte ich mich, dass sie nun klitschnass werden würden. Pampers gab es 1968 in der Schweiz noch keine…

Eine gute Stunde später kam mein Mann mit dem Baby zurück. Zu meinem Erstaunen waren sie beide ganz trocken. «Wie ist das möglich?» fragte ich meinen Mann. «Ach, es hat nur ganz kurz geregnet», erwiderte er. Ich nahm ihm das Bündel dankbar ab und legte das Kind auf die Wickelkommode, um ihm die Windeln zu wechseln. Ich redete zärtlich mit ihm, und da begann der kleine Spatz mit Ärmchen und Beinchen wild zu rudern und zu strampeln, während er strahlend immer wieder ein Wort wiederholte – er, der noch gar nicht sprechen konnte.

Bernie beim geliebten Sport

Als wir fertig waren, trug ich den Kleinen ins Wohnzimmer und sagte zu meinem Mann: «Du hast mich angelogen. Ihr wart gar nicht spazieren, sondern sasst die ganze Zeit im Restaurant.» «Woher weisst du das?» «Dein Sohn hat es mir erzählt.» «Was», rief der Vater verblüfft, «er redet doch noch gar nicht!» «Doch, doch! Er hat heute von dir ein Wort gelernt», meinte ich und verbiss ein Lachen, «er hat mehrmals ‘obsi, obsi’ (hinauf, hinauf) gerufen, das sagst du doch immer, wenn du in den Landgasthof gehst. Es hat ihm wohl Eindruck gemacht und ihm im Restaurant gefallen bei den vielen Leuten!»

Bernie im April 2020

Auch später und bis zu seinem frühen Tod am 23. Mai 2020 zog mich mein Sohn ins Vertrauen, wenn ihn etwas stark bewegte – ein Zeichen für unsere Nähe. Ich glaube, die reinste irdische Liebe ist die Mutter- und Kindesliebe. Diese Liebe ist voll Vertrauen, heisst Geborgenheit, bedeutet, dass man sich akzeptiert fühlt, jederzeit sich selbst sein darf. Sie schenkt die Gewissheit einer Liebe ohne Bedingungen.

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Meinen Sohn loszulassen, fällt mir unendlich schwer. Doch wie drückte es John Lennon so treffend aus? Zahme Vögel singen von der Freiheit. Wilde Vögel fliegen.

Lebe wohl, mein liebster Paradiesvogel, lebe wohl!

Elisabeth, 17.6.2020

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Paradiesvogel

Bernie an einer seiner geliebten Messen
Bernies letztes Geschenk

Am 23. Mai, morgens etwa um acht Uhr, hat unser innigst geliebter Sohn Bernie, geb. 1968, auf Grund eines Herzversagens für immer seine leuchtend blauen Augen geschlossen. Er war unser wunderschöner Paradiesvogel, der sich nun in die grosse Freiheit aufgemacht hat. Uns blutet das Herz, doch hat er zahllose bunte Federn bei uns zurückgelassen, die uns auf ewig trösten werden.

27. Mai 2020. In tiefster Trauer, Elisa und DER MANN  

Mein geliebter Sohn: Geborgen in Gottes Hand

Sternenstaub

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Wenn ich in Todesanzeigen den Wunsch lese, der geliebte Mensch möge des Nachts als Stern vom Himmel leuchten und den Hinterbliebenen zublinzeln, schüttle ich den Kopf. Soll das ein Trost sein? Ein fern blinkender Himmelskörper, der nur bei Dunkelheit sichtbar ist? Und vielleicht schon lange verglüht ist, obwohl wir ihn noch sehen können?

Dass diese Idee jedoch nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, habe ich kürzlich beim Lesen des folgenden Berichts erfahren, dem das Buch «Womit das Vacuum gefüllt ist» zu Grunde liegt:

«Die Wissenschaft geht heute davon aus, dass sich organische Moleküle schon im Weltall gebildet haben und dann im Inneren von Kometen auf die damals junge Erde gelangt sind. Tatsächlich können in Kometen organische Moleküle nachgewiesen werden. Da Kometen hauptsächlich aus gefrorenem Wasser bestehen, überstehen diese Moleküle im Kometen-Inneren gut den Eintritt in die Erdatmosphäre. Letztlich kann man sagen, dass alles Leben Sternenstaub ist und die ersten organischen Moleküle wohl aus dem Weltall auf die Erde kamen. Dies war nur möglich, weil es ein Besonderes unter den Elementen gibt, das geeignet ist, Leben in solcher Fülle zu ermöglichen: der Kohlenstoff.»

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Die Frage, woher wir kommen und wohin wir gehen, hat die Menschheit seit jeher umgetrieben. Und nun dies: Die Erde und alles, was hier lebt und wächst, entstand vermutlich vor Urzeiten aus Sternenstaub! Unglaublich: Am Anfang war nur Sternenstaub, unser aller Ursprung soll im Weltall liegen! Vielleicht fragen wir uns jetzt, ob wir bei unserem Ableben in die unendlichen, unvorstellbaren Weiten des Universums, an dessen Rand unsere Erdkugel bloss ein Staubkorn ist, zurückkehren werden. Wir alle haben sie im Ohr, die liturgische Beisetzungsformel, die der Pfarrer am Grab ausspricht: «Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub.» Liegt in diesen Worten ein tieferer Sinn? Verweilen wir indes nicht länger beim Tod, der ebenfalls rätselhaft ist. Seien wir dankbar, auf dieser Welt zu sein! «Leben ist nicht Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers». (nach Jean Jorès)

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Wie sich auf unserem blauen Planeten aus Sternenstaub allmählich Menschen, Tiere, Pflanzen, Meere – kurz die Natur in ihrer Vollkommenheit entwickelte, ist eine Frage, mit der wir an Verborgenes, ja Heiliges rühren. Wer hat uns den Atem eingehaucht? Uns das Bewusstsein geschenkt? Liebe und Freude in unsere Herzen gesenkt? Die Liebe, diese unbegrenzte Lebenskraft, ohne die wir nicht gedeihen können – diese Liebe kann meiner Meinung nach nur einer göttlichen Quelle entsprungen sein.

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Christian Lorey und Christoph Gerhard, die, wie sie erklären, gerade deshalb an Gott glauben, weil sie Wissenschaftler seien, haben das eingangs erwähnte, 2018 erschienene Buch verfasst. Sie schreiben u.a.:

«Am Ende jeder naturwissenschaftlichen Betrachtung steht das Staunen. Jede Antwort zieht gleich neue Fragen nach sich: Womit ist das Vakuum gefüllt? Und warum ist nicht ‘nichts’, sondern die Erde geworden? Am Ende stellt man verblüfft fest: All diese Erkenntnisse tragen zur Verzauberung der Welt bei und führen nicht, wie dies oft behauptet wird, zu einer Entzauberung der Wirklichkeit, die uns umgibt.

Das Staunen ist der Anfang aller Philosophie – und genau hier führt eine Brücke zum Glauben an einen Schöpfer dieser wunderbaren Welt, über die jeder zu gehen vermag, der sich noch wundern kann über die Natur und was in ihr von Anbeginn bis auf den heutigen Tag geschieht.» (Ende Zitat)

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Ich wundere mich noch! Ihr auch? Die Vorstellung, ursprünglich aus den Tiefen des Weltalls gekommen zu sein, hat etwas Unergründliches und tief Bewegendes, oder nicht? Die atemberaubenden Bilder, die wir uns seit 1995 dank der NASA anschauen können, geben uns nur einen winzigen Einblick in die unendliche Weite des herrlichen Universums und seiner Geheimnisse. Für mich ist es nicht schwierig, angesichts dieser überwältigenden Fotos, sowie angesichts der Vielfalt der Lebewesen und der Naturschönheiten auf unserer Erde an den einen erhabenen Gott und Weltenschöpfer zu glauben.

La Réunion, Photo von Freundin Heidi

Von Freundin Sissy habe ich das eindrückliche Zitat erhalten: Wer einen Engel sucht und nur auf die Flügel schaut, könnte eine Gans mit nach Hause nehmen. Nehmen wir keine Gans nach Hause, sondern glauben wir an eine überirdische, geistliche Dimension, eine göttliche Kraft in unserem Dasein.

Ich wünsche Euch einen sanften Sternschnuppen-Regen und zahlreiche zauberhafte Sternstunden, die euch in einen Zustand des Erstaunens und der Ehrfurcht versetzen! Und mögt Ihr den göttlichen Funken in Euch spüren!

Elisabeth, 20.5.2020

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Im Orient, Marrakesch (Teil3)

Photo by Anna Filyaeva on Pexels.com: Moschee

Obwohl sie uns lediglich einen flüchtigen Einblick in ein fremdes Land, eine andere Kultur gewähren, bleiben Ferienerinnerungen lange haften. Marrakesch ist der ideale Ort, um Träume aufleben zu lassen.

Nur drei Stunden dauert der Direktflug von Zürich nach Marrakesch. Umso überraschender fühlt es sich für DEN MANN und mich an, dass uns eine vollständig fremde Welt begegnet, kaum sind wir aus dem Flugzeug gestiegen. In Marrakesch bietet sich uns ein Fest für die Augen, eine Welt voller Geheimnisse und starker Düfte. Ekelhafte bleiben neben betörenden wie ein heißer Hauch in der Luft hängen und vermischen sich mit farbenprächtigen Szenen, die jeden unserer Sinne beleben. Zum ersten Mal hören wir die Rufe des Muezzins, die in regelmäßigen Abständen von einer der Moscheen durch die hitze-flimmernde Luft hallen; die Frömmsten werfen sich genau da, wo sie gerade sind, zum Gebet in den Staub, während die anderen diese Pflichten auf günstigere Momente verschieben. Was uns fasziniert, ist diese emsige Geschäftigkeit, dieses schillernde Zusammenspiel von Farben und Lebhaftigkeit, das die ganze Medina durchzieht und ihr ihren unvergleichlich orientalischen Zauber verleiht. Marokkaner sagen indessen: „Marokko offenbart sich nur jenen, die sich die Zeit nehmen, um Wasser zu schöpfen und eine Kanne Tee aufzugießen.“

Photo by Moe Shammout on Pexels.com: Im Orient

Widersprüche sind in diesem Land an der Tagesordnung und verwundern DEN MANN und mich: orientalische Gelassenheit mündet unvermittelt in Heißblütigkeit; immer wieder trifft man ausgesprochen warmherzige, teilnahmsvolle Menschen; daneben lauern Geschäftemacher wie die Spinne im Netz auf Arglose, um sie kaltblütig übers Ohr zu hauen. Aus den Souks kommt man erst nach Stunden wieder heraus – mit leichtem Portemonnaie, dafür vollbepackt mit Dingen, die man gar nicht zu kaufen beabsichtigte. Doch wer wollte auf einen Souk-Besuch verzichten? Ein mit Charme und Übertreibung gewürzter Kaufhandel ist unbezahlbar. Müsterchen gefällig?

Photo by Alex Azabache on Pexels.com: In den Souks

Der Kleiderhändler stülpt mir flugs ein langes Gewand über den Kopf, kichert entschuldigend, als er eine Sekunde lang mein Unterhemd erspäht. Um DEN MANN zum Kauf anzufeuern, lobt er ein übers andere Mal: „Oh, la jolie gazelle! Verkaufen sie sie mir!“ (Dieser Heuchler!) Im Teppichgeschäft tönt es: „Ich gebe Ihnen den wertvollen Teppich gratis, wenn Sie mir dafür Ihre schöne Frau dalassen!“ Was, ich bin gleich viel wert wie ein seidenes Prachtstück?

Happpytovisit.com: Kutschenfahrt

Der Verkauf liegt den Orientalen im Blut! Will man seinen Geldbeutel schonen, hilft eigentlich nur Weglaufen, bevor das obligate Glas Tee vor einem steht… In der Medina hält der Kutscher, der uns lediglich durch die Altstadt hätte fahren sollen, vor dem Laden eines Homöopathen. Der sieht mein wegen einer Venenentzündung verbundenes Bein, fragt: „Was hast du da?“ und schon liege ich auf seinem Schragen auf dem Bauch. „Du bist zu dick“, sagte er unverblümt und holt einen Schlankheitstee vom Regal. Nanu, wegen der paar Kilos?? Und ich habe gedacht, im Orient finde man mollige Frauen attraktiv. Aber hier geht’s nicht um Schönheit, hier geht’s ums Geschäft! Als zweites bekomme ich eine gründliche Massage an beiden Beinen und im Kreuz. Dann befiehlt er, DER MANN solle mir die entsprechende Venen-Salbe und das Öl täglich einreiben (Tu feras ça pour elle, n’est-ce-pas?), und ehe ich mich‘s versehe, stehe ich mit diesen beiden teuren Produkten, einem Schlankheitstee sowie einem (ebenfalls nicht selbst gewählten) Entspannungstee an der Kasse. DER MANN hingegen kommt ungeschoren davon. „Hättest du vielleicht gern Viagra bei mir gekauft? Nein, nein, nein, da weiß ich dir etwas viel Besseres: Üben, üben und nochmals üben…“.

Photo by julie aagaard on Pexels.com

Weiter geht’s mit unserer Kutsche durch die engen Gässchen der Medina und der Kasbah, oft kaum 3 bis 4m breit, hautnah vorbei am armseligen Alltag ihrer Bewohner, die sich unseretwegen an Mauern drücken und in Türbogen ducken müssen: Etwas betroffen blicken DER MANN und ich von den Kutschensitzen hinab in dunkle Buden und Werkstätten, vollgestopfte Läden und auf stinkende Abfallhaufen. Da spült jemand, im Hauseingang kauernd, Geschirr, dort wird munter repariert oder rasiert.

Ob wir wie die Marokkaner noch so fröhlich lächeln würden, wenn wir uns mit solchen Lebensumständen begnügen müssten? Oft scheint es, als hätten wir im Abendland trotz Wohlstand die Lebensfreude verloren. Reisen bereichert. Mich macht es zudem dankbar.

Elisabeth, 13.5.2020

Im Orient: Marokko (2.Teil)

Westwing: Marokkanischer Innenhof

Schwelgt Ihr auch gerne in vergangenen Sinneseindrücken? Man kann sie jederzeit aus dem Gedächtnis hervorzaubern, darin versinken und die Zeit vergessen – etwas, das ich in diesen Tagen besonders schätze.

Westwing: Jardin Majorelle

Lebhaft erinnere ich mich an so vieles in Marokko: eine Fahrt über den Hohen Atlas mit Landschaften wie aus dem Bilderbuch; ein neugieriger Bummel durch die Souks; Dösen unter hohen, sich im Wind wiegenden Dattelpalmen; Essen unter duftenden Jasmin-Büschen inmitten eines blühenden Gartens; sich vom süßen Gesang der Vögel im Garten betören lassen; die Freundlichkeit der Menschen spüren; am Hotelpool bewegt dem Song von John Lennon lauschen: „Imagine all the people living life in peace“; dem kleinen Pariser Hund mit dem seltsamen Namen „Saint-Pierre“ (Heiliger Petrus) zuschauen, der sich genüsslich von seinen zwei Herrchen kraulen lässt; den Worten André Hellers nachsinnen: „Marokko ist die große Liebesgeschichte meines Lebens, seit ich 1972 erstmals hierhergekommen bin“. Sein bezauberndes Gartenparadies „Anima“ eröffnete 2016, etwas ausserhalb von Marrakesch.

Im älteren Jardin Majorelle schweifen die Augen begeistert über das berühmte Kobaltblau, das der Künstler Jacques Majorelle entwickelte. Tief und leuchtend ist es. In der Stille des 4000m2 großen botanischen Gartens, den Yves Saint-Laurent vor dem Verfall rettete, strahlt es überall. Es spiegelt sich im Wasser, kontrastiert mit leuchtendem Gelb, üppig grünen Pflanzen, exotischen Blüten und schattigen Bäumen.

Westwing: Jardin Majorelle

Außerhalb der roten Stadtmauern von Marrakesch herrscht ein anderer Rhythmus, leben andere Farben als im geschäftigen Stadtzentrum. Die Blätter rauschen sanft im Wind, ein Wohlgeruch von Jasmin und Geißblatt und der allgegenwärtige Duft der berühmten Rosen von Marrakesch liegen in der Luft.

Ein paradiesischer Ort, der mit Hilfe eines jahrhundertealten ausgeklügelten Brunnen- und Kanalisationssystems erblüht, ist auch der berühmte Palmenhain von Marrakesch. Er besteht aus 13’000 Hektar Grünflächen und 180’000 Palmen, beherbergt zudem einen Golfplatz. Ein Stück weiter, hinter dem Königspalast, liegt die Gartenanlage Agdal, in welcher prachtvolle Feste gefeiert werden. Je nach Jahreszeit tragen die Bäume gleichermaßen schöne wie erlesene Früchte, Orangen, Feigen, Granatäpfel, Oliven…. Wer hätte da nicht Lust, einmal Gast zu sein an einem dieser Feste? Könnte Bauchtanzen zur Vorbereitung vielleicht nützlich sein?  

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Jeden Tag ertönen am Hotelpool orientalische Melodien. Dann ist es Zeit für die morgendliche Bauchtanz-Lektion. Orientalische Rhythmen bringen schon bei den ersten Klängen mein Blut in Wallung. Obwohl im Tanzen eher unbegabt, kann ich schließlich nicht widerstehen und schließe mich der kleinen Gruppe am vorderen Ende des Pools an. Bei der Instruktorin – natürlich einer Marokkanerin – sieht alles so mühelos aus. Mit den Händen aufreizend wedeln, die Handgelenke, Schultern und Hüften kreisen und immer schneller rotieren lassen, die Beine von oben bis unten zum Zittern bringen, und erst noch all diese Bewegungen gleichzeitig ausführen, aber so, als wären die einzelnen Körperteile völlig losgelöst voneinander – Du liebe Zeit! Es dauert nicht lange, da bin ich hilflos überfordert, habe plötzlich Dutzende von Gliedern, die sich samt und sonders zu verwickeln drohen. Ich stehe genau im Blickfeld der Instruktorin, und zuerst ruft sie mir noch zu: „Non! Pas comme ça! Regardez!“, doch schon bald überlässt sie mich meinem linkischen Schicksal, um am Schluss trocken zu bemerken: „Das haben Sie nie zuvor gemacht, oder?“ Erraten!! Na ja, in der Schweiz tanzt man eben etwas anders… Ach, aus mir wird wohl nie eine geschmeidige, verführerische Bauchtänzerin.

Ade, prachtvolle Feste!

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Elisabeth, 6.5.2020 – (Forts.folgt)

Im Orient (1.Teil)

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Den begeistert Reisenden unter uns fällt der Verzicht wegen Corona nicht leicht. Deshalb entführe ich Euch heute, wenigstens in Gedanken und Bildern, in den Orient. 1001 Nacht! Zieht Euch das Morgenland ebenfalls in seinen Bann?

Im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert wurde Europa von einer großen Begeisterung für alles Exotische überrollt. Von Wien aus breitete sich um 1900 eine Vorliebe für Orientalistik aus, die alles umfasste: Architektur, Inneneinrichtung, Kleidermode, Kunsthandwerk, Malerei, Reiseliteratur und sogar den Tourismus. Natürlich heizten Vorstellungen vom geheimnisumwitterten orientalischen Harem die Fantasie zusätzlich an.

Lasst uns mit zwei wahren Geschichten beginnen, die typisch sind für die gewitzten Menschen im Orient.

Ein Bekannter erzählte mir von seinem Tagesausflug in Marokko. Am Ziel angelangt, geriet er aus Neugierde in ein Teppichgeschäft und wurde vom Händler derart bedrängt, dass er als letzten Ausweg aus dem Kaufhandel die Ausrede vorbrachte, er habe seine Kreditkarte im 4 Bus-Stunden entfernten Hotel vergessen. „Macht nichts“, meinte der Händler, ihm das teure Stück förmlich in die Arme schubsend, „nehmen Sie den Teppich einfach mit und bezahlen sie ihn im Hotel.“ Mein Bekannter nahm das teure Prachtstück notgedrungen mit und dachte bei sich: „Na warte, den bezahle ich dir natürlich nicht, da bist du selbst schuld.“ Auf der Heimreise hielt der Bus mitten in den Bergen, um einen weiteren Passagier, einen Einheimischen, zusteigen zu lassen.

Zurück am Ferienort betrat der Bekannte mit seiner schweren Last die Hotelhalle – als ihm jemand von hinten auf die Schulter klopfte. Es war der unbekannte Passagier. „Ich bin gekommen, damit sie den Teppich bezahlen können“, sagte er freundlich. „Ich warte hier, bis Sie Ihre Kreditkarte im Zimmer geholt haben.“ Wer meint, als Schweizer einen Araber überlisten zu können, hat die Rechnung ohne den Wirt, will sagen ohne die Schlauheit des arabischen Händlers gemacht!!

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Einer meiner Freunde wurde von einem libanesischen Kollegen gebeten, ihn zu einem Juwelier an der Bahnhofstrasse in Zürich zu begleiten, weil er dort eine Schweizer Uhr für seinen Vater im Libanon kaufen wolle. Der Freund tat ihm den Gefallen. Im eleganten Geschäft standen nach kurzer Zeit zwei Schweizer Uhren in der engsten Auswahl, eine für Fr. 500.–, die andere für Fr. 1000.–. Der Libanese deutete auf die teurere Uhr und sagte: „Die nehme ich für Fr. 500.–.“ Darauf der Juwelier: „Das ist ein Missverständnis, Sie meinen wohl die 500fränkige.“ „Nein, nein“, meinte der Libanese, „das schönere Modell gefällt mir besser, und dieses will ich für Fr. 500.– kaufen.“ Darauf erwiderte der Juwelier höflich aber bestimmt: „Das geht natürlich nicht, Sie sind hier nicht auf einem orientalischen Basar. Bei uns kann man nicht markten.“ Als Antwort bekam er zu hören: „Also gut, dann kaufe ich die Uhr für Fr. 550.–.“ Der Juwelier wurde rot im Gesicht, und zum Begleiter gewandt, sage er: „Erklären Sie bitte Ihrem Bekannten, dass wir in der Schweiz feste Preise haben, und dass es nicht angeht, bei uns um den Preis zu feilschen.“ Der Begleiter gab sich alle Mühe – aber völlig umsonst. Als würde er nicht hören, arbeitete sich der Libanese langsam und geduldig um kleine Preisschritte nach oben. Darüber verging fast eine Stunde. Das Gesicht des Juweliers wurde röter und röter, dem Begleiter die Sache peinlicher und peinlicher. Schliesslich verlor der Geschäftsinhaber die Geduld und schrie fast: „Ich gebe Ihnen die Uhr für Fr. 999.50, aber verlassen Sie ums Himmels Willen mein Geschäft!“ Zur Verblüffung der beiden Schweizer war der Libanese mit diesem Preis sofort einverstanden und kaufte die Uhr mit zufriedenem Gesicht für Fr. 999.50. Draussen meinte er strahlend: „Es geht eben doch, siehst Du? Auch in der Schweiz kann man feilschen!“ (Forts.folgt)

Elisabeth, 29.4.2020

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In Harmonie mit sich und dem Universum

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In einem kürzlichen Interview zitiert Lotti Latrous (die in Afrika wirkende Schweizer ‘Mutter Theresa’) den persischen Mystiker Rumi: «Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern, heute bin ich weise und möchte mich verändern».

Diese Einstellung nimmt dem Alt-Werden den Stachel, denn es bleibt uns immer noch mehr als genug zu tun – und sich zu verändern ist eine höchst ehrenvolle Arbeit.

Kennt Ihr Rumi? Dschalāl ad-Dīn Muhammad Rūmī (1207-1273) ist einer der bedeutendsten persischen Dichter des Mittelalters. Er war auch ein berühmter Gelehrter seiner Zeit. Krieg und Frieden, stellte er fest, folgen in dieser Welt endlos aufeinander, obwohl fast alle Menschen einen ewigen Frieden wünschen. Dieser sei aber nicht irdisch, sondern nach langem Kampf der Seele mit dem «inneren Löwen» in einer Wandlung durch den Geist zu finden. Liebe betrachtete er als die Hauptkraft des Universums. Der Mensch könne die Harmonie mit sich selbst und dem Universum nur erreichen, wenn er lerne, Gott – und damit alles von Gott Geschaffene – zu lieben. Fein ausgedrückt, um eine so essentielle Wahrheit auf den Punkt zu bringen, nicht? Wenn die ganze Menschheit Rumis Wahrheit verinnerlichen würde, hätten wir das Paradies auf Erden. Das vollkommene Paradies indessen wartet, so glaube ich, erst jenseits des Vorhangs.

Einer von Rumis Übersetzern, der Engländer Andrew Harvey, war nicht nur verzaubert vom Gedankengut, sondern auch von der sprachlichen Schönheit in Rumis Gedichten. In Bezug auf seine Arbeit meinte er: «Jede Übersetzung ist natürlich mit gewissen Enttäuschungen verbunden. Doch zumindest ist das Englische ausdrucksstark genug, um Rumis Bildsprache gebührend aufzufangen. Und ich hoffe, dass ich einen Teil dieser Schönheit und einen Schatten des großen Lichts aus dem Original erhalten konnte.»

Und im Deutschen? Bitte lest diese Gedichte – ich finde sie wunderschön. Ihr auch?

Sieh, das ist Liebe: himmelwärts zu fliegen,
In jedem Nu die Schleier zu besiegen,
Im ersten ganz den Atem anzuhalten,
Im letzten dann den Fuss zurückzuhalten,
Die Welt als Unsichtbares zu betrachten,
Das eig’ne Seh’n als Sehen nicht zu achten.
«Oh Herz», so sprach ich, «möge es dir frommen
Im Kreis der Liebenden nun anzukommen,
Von jener Richtung aus die Welt zu sehen,
Tief in die Winkel deiner Brust zu gehen!
Was für ein Hauch rührt, Seele, dich mit Schmerzen?

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Wenn sie am Tage des Todes
tief in die Erde mich senken,
dass mein Herz dann noch auf Erden
weile, darfst du nicht denken….
Siehst meine Bahre du ziehen,
lass‘ das Wort Trennung nicht hören,
weil mir dann ewig ersehntes
Treffen und Finden gehören!
Klage nicht‚ Abschied, ach Abschied!‘
wenn man ins Grab mich geleitet:
Ist mir doch selige Ankunft
hinter dem Vorhang bereitet.

Elisabeth, 22.4.2020

Mea culpa


Mea Culpa

Schon als kleines Kind pflückte ich voller Begeisterung im Garten meiner Eltern Blumen und schmückte unseren Esstisch damit. Wenn eines in der Familie Geburtstag hatte, umrahmte ich seinen Teller mit dem blumigen Segen. Der kranken Mutter versuchte ich mit einer Handvoll Schneeglöckchen oder Veilchen eine Freude zu machen.

Kleine Wildblumen-Büschelchen haben mich seit jeher entzückt. Aber ich bin längst kein Kind mehr, was das Zusammentragen schwieriger macht. Könnt Ihr euch vorstellen, was mich das hier abgebildete Frühlingssträusschen gekostet hat? Mehr als ich gedacht hätte. Das kam so:

In diesen Tagen verlassen wir das Haus etwas verstohlen, weil wir wegen des Distanzhaltens niemandem begegnen möchten. Hin und wieder ein wenig Luft schnappen an einem einsamen Ort, ist in diesen üppig blühenden Frühlingstagen eine besondere Wohltat. Wir glauben, dass dies weder uns noch anderen schaden wird.

DER MANN und ich sind uns einig, heute wollen wir in einem kaum besuchten Wald ein paar Blumen für den Palmsonntag pflücken. Seit Jahren kenne ich einen Ort, wo ein Bächlein plätschert und die prächtigsten Wildblumen wachsen. Nach einem längeren Spaziergang gelangen wir dahin. Veilchen, Sumpfdotterblumen und Schlüsselblümchen leuchten uns entgegen, allerdings nicht unmittelbar am Weg, sondern ein steiles Stück unterhalb. Ich schicke mich an, langsam, vorsichtig die Böschung hinunter zu tappen. «Was machst du denn», ruft der MANN, «hier kannst du doch nicht runter! Gerade jetzt darfst du keinen Unfall riskieren, in den Spitälern haben sie zurzeit keine überzähligen Betten.» «Ich riskiere keinen Unfall», gebe ich zurück, «schon immer bin ich hier hinuntergegangen.» «Das war einmal», widerspricht er, «mit bald 76 kannst du das nicht mehr.» Das weckt meinen Ehrgeiz, ich gehe weiter. Und schon geschieht, was geschehen muss: Ich falle hin und rutsche auf meinem Allerwertesten nach unten, die ganze Böschung hinunter, während der Mantel und mein kurzer Rock nach oben rutschen.

Da hocke in nun, von der Taille an abwärts nur mit meiner knallbunten, kornblumenblauen Strumpfhose bekleidet – inmitten von feuchter Erde, kleinen Ästchen, Moos – und dummerweise auch noch auf einer spitzen Baumwurzel. Ich schaue vorsichtig zum MANN hoch, der mit tadelnder Miene oben auf dem Waldweg steht. Vorwürfe wie «Ich hab’ dich ja gewarnt», höre ich indessen nicht von ihm. Er ist und bleibt ein Gentleman.

Schade jedoch, entgeht ihm die Komik der Situation. Die Rutschpartie hätte ein höchst schräges Video ergeben. So schnell wird aus einer gepflegten Erscheinung eine lächerliche Figur… Vorerst bleibe ich einfach hocken. Ein unbändiges Lachen erfasst mich, die strenge Miene DES MANNES reizt mich doppelt. In solchen Momenten perlt meine Lebensfreude an ihm ab wie Wassertropfen an einem Erpel. Er ist viel besonnener als ich und würde sich nie freiwillig in eine derart peinliche Situation hineinmanövrieren. Seitdem, hat er gestern verlauten lassen, sei sein Handy bei Spaziergängen nun immer mit von der Partie…

Als mein feuchter Hosenboden kalt wird, besinne ich mich und will aufstehen. Aber oha lätz! DER MANN hatte Recht wegen der 76 Jahre! Mir fehlt die Kraft in Armen und Beinen, um mich aufzurappeln. Saublöd! Unter seinen stummen Blicken strenge ich mich mächtig an, es dauert und dauert. Ich bin ja selbst schuld. Wer sich etwas eingebrockt hat, muss es auch auslöffeln. Der Baum, von dem die spitze Wurzel stammt, ist morsch und gibt nicht den geringsten Halt. Immer wieder muss ich lachen, obwohl es längst nicht mehr lustig ist. Nach langen Minuten und unter Aufbietung meines ganzen Willens gelingt das Aufstehen endlich, und ich befinde mich nur noch drei Meter vor dem Bächlein mit den vielen Blumen.

Schön ist das Sträusschen geworden, oder nicht?

Bleibt noch anzumerken, dass es nochmals einen enormen Kraftaufwand und die Mithilfe des MANNES braucht, um die Böschung wieder hinaufzukommen. Pieksende Halme und Dornen hängen mir an Strümpfen, Jupe und Mantel, feuchte Erde an meinem Po. Doch ich bin glücklich mit meinem Sträusschen, das ich wie eine Trophäe nach Hause trage. Erst, als ich es zu Hause liebevoll arrangiert auf den Tisch stelle, meint DER MANN anerkennend: «Es ist wirklich hübsch.»

Elisabeth, 15.4.2020

Der Liebesdienst

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Während der warmen Frühlingstage vor ein paar Wochen spazierten DER MANN und ich über den in unserer Nähe gelegenen Friedhof, der von vielen Wegen durchquert wird. Der Gottesacker mit den vielen alten Bäumen, den gepflegten Gräbern und zahlreichen Sitzbänken ist ein friedlicher, hübscher Ort, den auch Spaziergänger und Ruhesuchende gerne betreten. Wenn die Natur erwacht, geht man federnden Schrittes auf unbenutzten Wiesenflächen, von denen es einige hat. Die dicken Polster aus hellgrünem Moos, die hier wachsen, sind eine Wohltat für die Füsse. Daneben, unter den Bäumen, strahlen dichte Teppiche Buschwindröschen aus dem Laub wie kleine weisse Sterne.

Beim Gemeinschaftsgrab hielten wir an. Schon ein paar Menschen, die wir gekannt hatten, lagen an dieser Stelle unter der Erde. Als meine Tante in den 90er Jahren hier ihre letzte Ruhestätte fand, hatte dieser Platz nur eine einzige Grube mit einer aufklappbaren Platte darüber, und der Inhalt aller Urnen wurde dort hineingekippt. Heutzutage stellen die Hinterbliebenen Blumen auf die inzwischen ca. 4x4m graue, quadratische Steinplatte. In der Wiese im Umkreis verstreut sieht man kleine Steinplatten, unter denen die Verstorbenen nunmehr einzeln ihre Ruhe finden.

In stillem Gedenken setzten wir uns in der Nähe auf eine Bank und schwiegen. Auf einmal wurden wir auf eine Frau aufmerksam, die sich mitten auf die Platte stellte, sich bückte und sich dort zu schaffen machte. Sie rückte Sträusse, Blumenstöcke, Kerzen, Laternen und kleine Engel hin und her. Zuerst runzelten wir die Stirn. Was sollte das? Doch dann bemerkte ich, wie sie den Ort immer wieder überprüfte und sichtbar herausputzte. Schliesslich goss sie sorgsam Wasser in Vasen und arrangierte die Blumen neu. Sie hantierte geschickt und mit grosser Sorgfalt. Jetzt leuchteten die Blumen in bunter Harmonie und Frische.

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Nach einer Weile ging ich zu ihr hin. Sie war nicht mehr ganz jung und sah aus wie jemand, der bescheiden leben muss. «Ich habe gesehen, dass Sie das grosse Gemeinschaftsgrab verschönern», sagte ich zu ihr. «Sie haben ein Auge dafür. Das finde ich toll.» Sie schaute auf und lächelte scheu: «Ich komme regelmässig hier vorbei und schaue zu den Blumen. Heute habe ich sogar ein paar lahme wieder frisch machen können, nachdem ich sie nebenan eine Weile in Wasser eingelegt hatte.» «Das ist sehr freundlich von Ihnen», erwiderte ich. Eifrig erklärte sie: «Wissen Sie, ich mache das gerne. Und jetzt, wo bald Ostern ist, haben die Angehörigen vielleicht keine Zeit, um vorher nochmals zu den Gräbern zu kommen, da ist es wirklich nötig, dass sich jemand um die Blumen kümmert.» «Ich kannte auch ein paar Menschen, die hier begraben sind», antwortete ich. Als ich mich zum Gehen wandte, fügte ich bei: «Vielen Dank und auf Wiedersehen.»

Zu meiner Überraschung bedankte auch sie sich. Sie – die jede Woche wildfremden Menschen etwas zuliebe tut und ihnen ihr Herz verschenkt, ohne dass sie es ahnen…

Elisabeth, 8.4.2020

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Covid 19 ,Kleines Tagebuch’/6

Liebe Blog-Freunde, heute möchte ich Euch „ausser Programm“ etwas zusenden, das meine liebe Blog-Freundin Bea gepostet hat. Es ist ein berührender Beitrag über Corona. Freut Euch auf die Musik! Liebe Grüsse, Elisa

Mindsplint's Blog

SEBEL- Zusammenstehen (Corona Virus Lied):

 

Ein Lied, das ich gestern Abend bei ‚Hart aber fair‘ hörte, von einem mir bis dato komplett unbekannten Künstler.
Der Recklinghausener Musiker SEBEL hat sich vor 14 Tagen ans Klavier gesetzt und ein Lied komponiert.
Eins über die Coronakriese –
und seine Gefühle und Gedanken dazu.
Er erzählte, dass er sich ans Klavier setzte und sowohl Text als auch Melodie einfach so aus ihm heraus flossen.  Er hat den so entstandenen Song in ein Video eingebettet und ihn ins Netz gestellt, mit der Aufforderung an Alle, mitzumachen.
Mitzusingen und mitzuspielen.
Inzwischen wurden SEBEL über 150  Tonspuren und Videoaufnahmen zugeschickt – von jungen und alten, schwarzen und weissen, armen und reichen, …. Menschen aus der ganzen Welt – und täglich kommen mehr hinzu…
Sie alle wollen ihn sowohl instrumental als auch stimmlich ‚unterstützen‘.
Und sie alle will er zu einem großen, musikalischen Kunstwerk zusammenbauen….
Falls…

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