Alles was gut ist

Fly Geyser, Foto von Majeczky1

Alles, was gut ist
alles, was still ist und stark
alles, was wärmt und weitet
was den Leib erfreut
das Herz bezaubert
und die Seele birgt
alles, was die Liebe stärkt
und das Recht stützt
komme über
und durch uns
in die Welt

(Jacqueline Keune)

Blumen für die Seele: Foto von Freundin Sissy

Jedes von uns bemüht sich auf seine Art, alles was gut ist, umzusetzen. Eine grosse, reiche Vielfalt, die uns letzten Endes stark macht! Ich bin glücklich darüber.

Das Lied: Asimbonanga hat als Anti-Apartheid-Hymne mit dazu beigetragen, die Politik der Rassentrennung in Südafrika zu überwinden. Der südafrikanische Sänger und Songwriter Johnny Clegg feierte damit Ende der 80er-Jahre auch international den Durchbruch.

Freut Euch mit mir über dieses wunderschöne Lied!

Foto Freundin Heidi Wildi

PS. zum ersten Bild, aus Wikipedia: Der Fly Geyser, auch Fly Ranch Geyser, ist ein von Menschenhand geschaffener Geysir in Nevada. Er ist die Folge einer fehlerhaft durchgeführten Bohrung. In der Gegend wurden 1964 auf der Suche nach geothermaler Energie mehrere Bohrungen durchgeführt. Das Bohrloch wurde nicht sachgerecht verschlossen. Wasser stieg auf und förderte Mineralien nach oben, die sich am Ausgang des Bohrloches ablagerten. Durch diesen fortwährenden Prozess wachsen der Kegel und das Gestein um den Geysir immer weiter an. Ablaufendes Wasser formte im Laufe der Jahre eine Terrassenlandschaft.

Die unterschiedlichen Farben sind eine Folge der vielen Mineralien. Die Besitzer haben kleine Fische in die entstandenen Terrassen ausgesetzt, so dass sich ein kleines Ökosystem gebildet hat.

15.06.2021, Liebe Grüsse, Elisa

Peinlichkeiten

  • (Foto Elisa: Appenzeller Zwerge)

Unsere Mama hatte Charakter, Charme und Intelligenz. Trotzdem konnte mein fantasievoller Sohn, als er klein war, ihr fast jeden Bären aufbinden. Für ihn war es ein Gaudi, wenn sie darauf hereinfiel. Sie kostete es Nerven.

Immer mal wieder tappte sie auch in Fettnäpfchen. Da legte sie doch tatsächlich in einem Café das schwere Telefonbuch auf den offenen Dessertwagen, mitten in die appetitliche Rahmpâtisserien – die hierauf nicht mehr so appetitlich aussah…

Pexels.com

Hin und wieder trat sie als beliebte Sopranistin auf. Dies tat sie stets im gleichen schwarzen Kleid, mit einer schlichten Goldkette um den Hals. Das Kleid hatte einen braven «Bünzli»-Kragen. Vor einem Konzertauftritt herrschte gewöhnlich Hektik bei uns zu Hause. So auch kurz vor einem bevorstehenden Weihnachtsoratorium in der Kirche. Beim letzten Blick in den Spiegel stellte sie nervös fest, dass der kleine Kragen nicht perfekt gebügelt war. Um das Kleid nicht noch einmal ausziehen zu müssen, bat sie Papa, den Kragen auf ihrem Hals mit dem heissen Bügeleisen zu plätten. Zuerst weigerte er sich, aber Mama liess nicht locker, und Papa liebte sie über alles. Er konnte gut mit defekten Webmaschinen in unserer Weberei umgehen – mit dem (funktionstüchtigen) Bügeleisen leider weniger, da fehlte es ihm schlicht an Übung. Und so kam es, wie es kommen musste: Er verbrannte Mama den Hals oberhalb des Kragens. Sie nahm es mit Humor – erst recht, als meine ältere Schwester entdeckte, dass bei der Prozedur mit dem Dampfbügeleisen das unschöne Hautknötchen an Mamas Hals regelrecht verdampft war. Ohne mit der Wimper zu zucken, begab sie sich mit verbranntem Hals und zerknittertem Kräglein in die Kirche – dafür ohne das hässliche Hautknötchen.

  • (Foto Patentochter Sandra Romano: Kirchlein in der Ostschweiz)

In mancher Hinsicht habe ich Eigenschaften unserer Mama geerbt. Wie ihr, passieren mir Missgeschicke, die auffallen. Wie sie, handle ich des Öftern überstürzt und denke erst nachher nach. Wollt Ihr bei ein paar Müsterchen mitschmunzeln?

Im Bemühen, meinen nassen Regenschirm im engen Kleintheater unter dem Sitz zu verstauen, schlug ich der vor mir sitzenden Dame den Hut vom Kopf. Ich glaube nicht, dass sie mir verzieh… Gut nur, trug sie nicht auch noch eine Perücke! – Im Beauty Studio brachte ich beim Stöbern nach etwas Glitzerndem einen grossen Ständer mitsamt den hübsch eingereihten Zierkämmen zum laut scheppernden Einsturz und löste damit fast einen Polizeieinsatz aus… – Auf einer Pariser Ausstellung hängte ich mich bei einem Mann ein und plauderte munter auf ihn ein. Erst, als ich zu ihm aufschaute, weil er nicht antwortete, sah ich, dass er mir wildfremd war und nicht der vermutete Freund. – Als uns auf Mauritius beim Gang zum festlichen Piloten-Dinner am Strand ein plötzlicher Kurzschluss in völlige Dunkelheit riss, rief mein Begleiter, der um meine Schwäche wusste, lachend in die finstere Runde: «Achtung, Elizabeth is coming!» Könnt Ihr Euch das belustigte Gelächter vorstellen?

  • (Foto Freundin Heidi Wildi: Es sticht nicht alles, was brummt!)

Mitunter kann’s richtig peinlich werden. Erst kurz verheiratet, ging ich mit meinem damaligen Mann in eine Apotheke, um Hustensirup zu kaufen. Es war Samstag, und viele Menschen warteten im grossen Geschäft auf Bedienung, so auch wir. Aus Langeweile betrachtete ich die zum Verkauf auf dem Tresen ausgebreiteten Produkte. Ein unscheinbares Schächtelchen erregte meine Aufmerksamkeit. Neugierig nahm ich es in die Hand. «Du, schau mal», wandte ich mich an meinen Mann und rief in meiner weittragenden Stimme, «was ist denn das? Da steht «Gummischutz für den Herrn» drauf!» Im gleichen Moment dämmerte es mir, so dass ich ebenso laut nachschickte: «Jesses Gott!» und das Schächtelchen auf den Tresen zurückwarf. Geistesgegenwärtig packte mich mein Ehemann am Arm und zog mich hinter sich aus der Apotheke. Draussen zischte er: «Ist Dir eigentlich klar, wie sehr du mich soeben blamiert hast?»

Naja, es gibt Schlimmeres, findet Ihr nicht auch?

  • (Foto Patentochter Sandra Romano: Abendstimmung über dem Bodensee)

09.06.2021: Mit einem Augenzwinkern grüsst Euch Eure Elisa

Stilles Staunen

Foto von Freundin Sylvia Kopp

Menschen leiden an Menschen, im Leben, in der Liebe, im Sterben.

Fast scheint es, als seien wir auf der Erde um zu leiden.

Auf das Glück ist kein Verlass. Es kommt unerwartet und bleibt nie lange genug.

Doch Glück ist wie ein Lockruf aus dem fernen Paradies.

In einem Menschen, den es mit seiner Seligkeit berührt,
erweckt es etwas Wunderbares zum Leben: die Hoffnung.

Er begreift: nicht einem finstern Schicksal ist er preisgegeben;
nicht das Leiden hat das letzte Wort.

Wie der Regenbogen inmitten eines Wolkenbruchs,
so taucht die Hoffnung mitten im Schmerz auf – und bricht ihm sacht die peinigende Spitze.

(Elisa)

Foto von Freundin Eugenia di Renzo
Foto von Freundin Heidi Wildi
Musik, vom Sohn eines ehemaligen Freundes komponiert und gespielt
Foto von Freundin Eugenia di Renzo

Staunt Ihr mit mir? Liebe Grüsse, Elisa
26.05.2021

Blumenfreude, Foto von Freundin Doris Dätwyler

Todestag

Foto Fabienne Griessen: Dein Lächeln bleibt für immer in meinem Mutterherzen

Übermorgen Pfingstsonntag, also am 23. Mai 2021, ist es ein Jahr her, dass das strahlende Lebenslicht unseres innigst geliebten Bernies einsam, in aller Stille erloschen ist. Schmerzlicher denn je vermissen wir ihn und seine Lebensfreude. Der Schock sitzt tief. Dieses «Vor einem Jahr» würde ich am liebsten aus meinem Gedächtnis verbannen.

Pein (ein Schmerzensgedicht von Elisa)

Ach – ein Stein sein
starr am Boden liegend
gefühllos
unempfindlich

Ach – ein Staubkorn sein
vom Winde erfasst
weggetrieben
fort, nur fort von hier

Ach – ein Tropfen sein
von der Sonne entdeckt
aufgesogen
aufgelöst in Nichts

Foto Elisa: Orchideen für Bernie

Noch weitere Daten von erinnerungsschwerer Bedeutung ranken sich rund um den Todestag vom 23. Mai 2020:

21. Mai 2020: Letzter Besuch von Bernie – also heute – bei uns. Es ist Auffahrt.
22. Mai 2020: Letztes abendliches Telefongespräch mit Bernie, ohne jede Vorahnung bei uns allen.
23. Mai 2020: Der schlimmste Tag meines Lebens
26. Mai bis 2. Juni 2020: Aufbahrung des Leichnams in der Friedhofkapelle. Es ist Pfingsten.
29. Juni 2020: Kirchliche Abdankung
30. Juni 2020: Beisetzung der Urne

Only Time, by Enya
Foto Elisa: Pfingstrosen, letzter Gruss von Cousin Stephan

Nein, die Trauer lässt sich nicht einfach so vertreiben. Es braucht Willenskraft, um sich nicht in ihrem dunklen Sog zu verlieren. Manchmal ist es eine Versuchung. Denn die Rückkehr ins Leben gelingt nur zögernd, kleinmütig, mit winzigen Schritten – vorwärts, dann wieder zurück – und wieder von vorne.

DER MANN steht mir bei. Danke, danke, lieber MANN, für Deine Fürsorge und Liebe! Danke auch all meinen lieben Verwandten, meinen treuen Freundinnen und Freunden für ihre wärmende Unterstützung. Ich habe grosses Glück, dass ich so viele einfühlsame und gütige Menschen in meinem Umfeld haben darf. 🤍🧡💛💚💙

Eine Erkenntnis bleibt: Nur wenn wir ganz unten sind, öffnet sich der Blick ungehindert hinauf in die ferne Bläue. Die stille Erhabenheit des Himmelszelts verweist den Kummer auf seinen Platz: Er ist endlich – genauso wie wir.

Auf Wiedersehen, mein liebster Bernie, auf Wiedersehen, unser lieber Ambi.

Liebe Grüsse, Elisa
21. Mai 2021

Foto Fabienne Griessen: Bernie liebte das Leben!

Von Tuk-Tuk und von Arrak – und von einem brechend vollen Bus

Foto DER MANN: Feine Früchte kann man am Strassenrand kaufen

Forts.: Unsere Sri Lanka-Geschichte geht dem Ende zu!

Am Swimming Pool hält’s uns schliesslich nicht mehr. Mit einem offenen, dreirädrigen Tuk-Tuk lassen wir uns vom strahlenden Fahrer ausfahren. Der Alltag ist so anders als bei uns: Mönche spazieren in ihren safrangelben Gewändern und unter leuchtend gelben Sonnenschirmen anmutig auf der Strasse, fröhliche Schulkinder folgen in Reih und Glied lachend ihrer Lehrerin, Kokosnüsse werden von der Hausfrau im Freien geraspelt, gefärbte Stoffe sind am Strassenrand zum Trocknen aufgehängt. Es wird geackert, Reis geerntet, hart gearbeitet, getrauert, gebaut und verkauft, vor allem Früchte und Gemüse – alles entlang der Strasse oder unweit daneben, so dass ein guter Einblick in das einfache Leben der Bewohner möglich ist.

Foto DER MANN: Färberei am Wegrand

Unser Ziel ist der Markt in einem kleinen Dorf, wo’s lauter Einheimische hat. Das Angebot – Alltagsgegenstände, Stoffe, Pfannen, Geschirr – alles ist auf dem Boden ausgebreitet. An einem der Stände entdecke ich schon von weitem knallige Farben, die mich sofort anziehen. Bei näherem Hinsehen bin ich enttäuscht: Die Kessel und Becken in allen Grössen und Formen sind samt und sonders aus Plastik.

Foto Elisa: Marktauslage, bunte Stoffe am Boden

Die Menschen machen einen zufriedenen Eindruck. Sie sind ausgesprochen freundlich zu uns. Die Armut erkennt man nicht leicht. Beim Anblick eines Betrunkenen, der am helllichten Tag unter einer Brücke oder am Strassenrand schläft, wird jedoch auch Elend offenbar. Der Arrak, eine ziemlich süsse, aus Palmsaft oder Zuckerrohr und Reisemaische destillierte Spirituose, ist vielseitig verwendbar und gilt als Volksgetränk Sri Lankas – nicht zu verwechseln mit dem arabischen Anisbranntwein Arak.

Foto Elisa: Laden für Haus und Hof

Auf meinen Vorschlag hin kauft sich DER MANN einen bodenlangen blauen Wickelrock. Wow! Dank seiner grossen, schlanken Figur sieht er darin noch attraktiver aus als sonst. Selbstverständlich trägt er ihn nur auf Sri Lanka. Schade! Aber ich kann mir auch nicht vorstellen, wie wir im Sommer in Bern über den Bundesplatz flanieren, er im Wickelrock, ohne T-Shirt, ich in einem Sari, einen zierlichen Sonnenschirm über uns haltend…

Postkarte: Mönche mit ihren gelben Sonnenschirmen – sie sind Welten von uns entfernt!

Am nächsten Tag fahren wir mit dem öffentlichen Bus, um einen berühmten kleinen Tempel zu besichtigen. Der Bus ist zum Bersten voll – nicht nur von Menschen, auch von Federvieh, Körben, Waren aller Art. Ob das Marktfahrer sind, die zu einem Bauernmarkt wollen?

Foto DER MANN: einer der weissen Tempel, die man häufig sieht

Natürlich müssen wir, wie manch andere auch, im Mittelgang stehen bleiben. DER MANN trägt unseren Rucksack in seiner rechten Hand, hält sich mit der linken fest. Plötzlich reckt sich vom Sitz vor uns eine schwielige Hand in die Höhe, zerrt wortlos am Rucksack. Die schwielige Hand gehört einem älteren Mann, offensichtlich einem schwer arbeitenden Bauern, der grimmig dreinschaut. Brüsk lässt er den schweren, mühelos eroberten Gegenstand in seinen Schoss plumpsen. Verblüfft wechseln DER MANN und ich einen Blick. Was will er damit? Ich bin leicht beunruhigt, sind doch Geld, Kreditkarten, Sonnenschutz, eine Tagesration Mineralwasser, Traubenzucker etc. im Rucksack. Als wir uns schliesslich anschicken auszusteigen und entsprechende Gesten machen, landet der Rucksack schwungvoll beim ursprünglichen Besitzer: in den ausgestreckten Händen DES MANNES. Wir bedanken uns lächelnd und verabschieden uns aufs freundlichste. Wieder sagt der Bauer kein Wort, schaut uns kaum an. Dennoch verstehen wir nun seine liebenswürdige Geste: Er wollte DEM MANN im rumpelnden Bus das Gewicht abnehmen, das Gepäckstück vielleicht sogar vor Diebstahl schützen.

Es ist diese stumme Hilfsbereitschaft, die uns beeindruckt und die für uns etwas wahrhaft Nachhaltiges hat.

Foto Elisa: Laden in Dambulla

Damit, meine Lieben, verabschieden wir uns vom schönen Sri Lanka. «Wer je Zeit auf einer tropischen Insel verbracht hat», pflegte meine schottische Freundin zu sagen, «der hat eine Sehnsucht mehr im Leben.» Stimmt!

Foto DER MANN: Tuk-Tuk mit dem herzlichen Fahrer, Endstation für uns zwei vor dem Hotel

Liebe Grüsse, jetzt aus der Schweiz, Elisa

18.05.2021


Von Moskitos und Ayurvedik – und von einer „nachhaltigen“ Ölsardine

Heute sind wir bei meinem zweitletzten Beitrag über Sri Lanka angelangt.

Zum Glück brauchen wir bei uns keine Moskito-Netze. Forts.:

Photo by Jimmy Chan on Pexels.com

Reiseleiter Asanga hat uns vor Moskitos gewarnt – merkwürdigerweise während der Wanderung durch den Schlangenwald. Zurück im Hotel, kontrollieren wir unseren Bungalow. Weil die Eingangstüre unten nicht dicht abschliesst, dort sogar eine Öffnung von etwa 6 cm klafft, bitten wir an der Rezeption um ein Moskitonetz. Nach langem Herumkramen bekommen wir schliesslich eins, als wir es jedoch über den Betten aufhängen, sehen wir, dass es überall grosse Löcher hat. So müssen wir uns auf das Insektenspray und unser Glück verlassen – was nicht das Schlechteste ist. Langsam aber sicher werden wir so richtig nachhaltig! Oder doch nicht??

Foto nl.Pinterest.com:
Schützt dieses Moskitonetz wirklich?

Nach einer Woche Besichtigungen habe ich mich am späten Sonntagnachmittag im angegliederten «Ayurveda Spa for Ladies and Gentlemen» zu einer entspannenden Behandlung angemeldet. Es hat nur eine einzige Angestellte im Spa. In einem offenen Raum massiert sie mich kräftig auf einem groben, harten Holztisch, auf dem lediglich ein kleines Frottiertuch liegt. Es fühlt sich komisch feucht und irgendwie fettig an. Vielleicht das Klima?

Photo by Anete Lusina on Pexels.com

Danach schickt sie mich in einen engen düsteren Raum. Dort steht ein grosser Holzbottich, auf dessen ölig glänzender Wasseroberfläche verschiedene nicht mehr sehr frische Kräuter schwimmen. Gehorsam steige ich in den Bottich und muss trotz drückender Aussentemperaturen einen Moment den Atem anhalten: Das Wasser ist ganz kalt. Als mir die Masseuse das gleiche Wasser auch noch literweise über den Kopf platschen lässt, wehre ich mich vehement. Da erklärt sie entschuldigend, dass im Hotel das warme Wasser ausgegangen sei. So harre ich eine Viertelstunde in der kalten, unappetitlichen Brühe aus, von Entspannung keine Spur. Von Kopf bis Fuss schlüpfrig wie eine Ölsardine, laufe ich zu unserem Bungalow zurück. Es dauert ziemlich lange, bis das ganze Öl weggeschrubbt ist. Zum Glück ist das Duschwasser im Bungalow richtig warm.  

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Zum Glück? Plötzlich wird mir klar, dass ich einem kleinen Schwindel aufgesessen bin. Weder Frottétuch noch Badewasser waren frisch, sondern an diesem Tag wohl schon öfters bei anderen Hotelgästen zum Einsatz gelangt. Auch eine Art Nachhaltigkeit… Doch selbst Touristen sind nicht blöd. Die Masseuse hat jeweils nur am Wochenende Hochbetrieb, wenn neue Gäste im Hotel eingetroffen sind. In der übrigen Zeit versucht sie unermüdlich, DEN MANN und mich in den Spa zu locken, Tag für Tag, wenn wir gemütlich am Swimming Pool sitzen. Die einheimische Bevölkerung erleben wir mehrheitlich als liebenswürdig und zurückhaltend, im Gegensatz zu dieser aufdringlichen Masseuse. Wenn sie gebückt und mit gekrümmtem Finger vor dem dunklen Spa-Pavillon steht und uns hereinwinkt, schaudert es mich. Keine zehn Pferde könnten mich nochmals dahin bringen.

Photo by Kanishka Ranasinghe on Pexels.com

Wer steht schon auf kalte, schmutzig-ölige Bäder? Auch wenn sie noch so nachhaltig und sparsam im Verbrauch sind? (Forts.folgt)

Photo by Kanishka Ranasinghe on Pexels.com

Elisa, 11.05.2021


Von Linsen und Filzläusen – und von nächtlichen Schrecken

Foto DER MANN: Der alte Mann sitzt den ganzen Tag beim Hoteleingang

(Forts.):

Ihr Lieben, seid Ihr bereit für ein weiteres Stück Sri Lanka? Also denn:

Im nachhaltigen Hotel steht unser Bungalow etwas abseits, am Rande eines Wäldchens, hinter dem die Strasse ins Dorf liegt. Auch hier herrscht grosse Ruhe, und so schlafen wir in der ersten Nacht sofort ein. Mit einem Ruck erwache ich. Schritte tappen ums Häuschen, Flaschengeklirre, flüsternde Männerstimmen sind zu hören, Taschenlampen blinken an den Wänden hinauf- und hinunter, leuchten zum Fenster herein. Ist eine Einbrecherbande am unseligen Werk? Ängstlich wecke ich DEN MANN.

Foto DER MANN: Vor unserem Bungalow

Der hört sich das eine Weile an, dann steht er entschlossen auf. Ganz furchtloser Held, öffnet er trotz meiner Sorge abrupt die eher baufällige Türe des Bungalows. «Wow, so mutig!» denke ich bewundernd. Draussen wird er Gottlob weder niedergeschlagen noch gefangen genommen, im Gegenteil. Freudig begrüsst ihn eine etwa 10köpfige Männerrunde mit den Worten: «Do you have cigarettes, Sir?» Des Rätsels Lösung: die Nachtwächter des Hotels treffen sich bei unserem am Ende gelegenen Bungalow mitten in der Nacht zu einer gemeinsamen Arbeitspause. DER MANN schenkt ihnen zwei Päckchen Zigaretten und raucht gleich eine mit… Von nun an fühlen wir uns zu nächtlicher Stunde mindestens 10fach bewacht.  

Foto DER MANN: Unser freundlicher Kellner, der die Getränke serviert

Im Open Air Restaurant geht’s zur Essenszeit emsig zu und her. Es gibt morgens und abends ein vielfältiges, mehrheitlich fleischloses Buffet. Die Speisen sind wunderbar gewürzt und sagen mir zu, während DER MANN leicht die Nase rümpft. Schon zum Frühstück hole ich mir eine Schale des feinen Linsengerichts «Dal». Die Getränke werden vom freundlichen Personal serviert.

Foto Dishmaps: Dal, feines Linsengericht

Jedes Mal, wenn DER MANN mit seinem Teller ans Buffet geht, taucht ein blutjunger Kellner auf, der mit der Bedienung unseres Tisches nicht das Geringste zu tun hat (zum Glück!). Er steht dann neben mir und kratzt sich durch den Lungi, den lokalen langen Wickelrock, kräftig im Schritt. «Oh du Schande, der hat bestimmt Filzläuse!» denke ich und kann nicht mehr weiteressen. Er beginnt eine ungeschickte Konversation, weiss hingegen bald, aus welchem Land ich komme. Das Buffet lässt er nicht aus den Augen. Sobald sich DER MANN dem Tisch wieder nähert, verschwindet der Junge blitzschnell im hinteren Teil des Restaurants. Dies wiederholt sich. Als ich ihn frage, weshalb er nur dann erscheine, wenn mein Mann weg sei, antwortet er treuherzig, er wolle allein sein mit mir. In Tat und Wahrheit hat er es natürlich auf etwas ganz anderes abgesehen. Er träumt von einem Job in einem Restaurant in der Schweiz. Den glaubt er sich nur über das Herz einer älteren Frau erobern zu können.

Erfolgversprechender wäre es, er machte zuerst seinen Filzläusen den Garaus.

Nachhaltig? Höchstens in Bezug auf die Filzläuse…

Elisa, 05.05.2021 (Forts. folgt)

Foto Elisa: Die arme Kuh muss sich ihr Fressen zusammensuchen

Von Schlangen und Schildkröten – und von Tourist Helpers

Foto: http://www.fotografierenundmehr.de: Unwiderstehliche, rätselhafte Stimmung

Habt Ihr wieder Lust auf Sri Lanka und seine Besonderheiten? Hier die Forsetzung:

Forts.: Der folgende Tag sieht uns an einem schattigeren Ort. Dennoch ist unsere Wanderung bei dieser Luftfeuchtigkeit ebenfalls kräftezehrend. Wir keuchen durch ein trockenes Bachbett eine bewaldete Schlucht hinauf, um Mönchshöhlen und einen alten, einsamen Tempel zu besuchen. Der Schweiss fliesst in Strömen.

Beim Abstieg taucht wie bestellt ein Einheimischer an meiner Seite auf und führt mich schweigend, aber sicher zurück über das vertrackte, mit klobigen Steinen und Felsbrocken übersäte Bachbett hinab – er, der kein T-Shirt, nur ein Lendentuch und ganz leichte Sandälchen trägt. DER MANN sieht das nicht gerne. «Ich bin auch noch da,» schmollt er. «Der will sowieso nur Geld.» «Das gebe ich ihm gerne», lache ich, «er hat es verdient!»

Photo by RODNAE Productions on Pexels.com

«Hast du vergessen, wie dich erst kürzlich ein selbsternannter Führer vom Löwenfelsen hinunterbegleitet, äusserst geschickt von der Gruppe weggelotst und dich schlitzohrigen Händlern ausgeliefert hat? Die angeblich echte Korallenkette, ein «Schnäppchen» für 80 (!) Franken, sei aus billigstem Plastik, hat Asanga gesagt.» DER MANN ist mit Recht sauer: ich bin viel zu leichtgläubig.

Photo by David Frazer on Pexels.com

Auf einmal drängt uns Asanga, dem es sonst nie eilt. «Es wird Abend», mahnt er. «In diesem Wald hat es unzählige Giftschlangen, und um diese Zeit kriechen sie plötzlich überall hervor.» Hui, jetzt geben wir fünf Touristen aber Fersengeld! Völlig verschwitzt kommen wir im Hotel an.

Foto DER MANN: einheimisches Mädchen

Für unseren Aufenthalt haben wir ein naturnahes Hotel gewählt, das sich nachhaltigen Tourismus auf die Fahne geschrieben hat, der bei näherem Hinsehen allerdings etwas, sagen wir, ungewohnt ist. Dafür sind wir hier in einer echten Idylle.

Die Anlage liegt in einer sanften Talsenke und grenzt an einen stillen kleinen See. Wenn das Abendlicht über das Wasser streicht, schimmert das umliegende Grün samten im letzten warmen Sonnenglanz. Grosse Vögel schwingen sich lautlos in die Höhe. Um diese Tageszeit überstrahlt den Ort viel Frieden und Ruhe.

Foto DER MANN: Damm in der Nähe unseres Hotels

Auch in der Natur kommt der Tod unerwartet. Beim Abendspaziergang entdecken wir eine tote Riesenschildkröte. Was ist ihr zugestossen? Schildkröten, Symbol für langes Leben und Weisheit, werden doch uralt! Als wir am folgenden Abend nochmals hingehen, sehen wir nur noch eine Unzahl durchsichtiger Plättchen vom Panzer und ein kleines Halsrückgrat im Gras liegen. Sonst ist rein gar nichts mehr übrig. Waren das streunende Hunde, Vögel oder…??

Foto DER MANN: Was von der Schildkröte übrig bleibt

Wie auch immer: Die Natur ist nachhaltig. Sie verschwendet nichts.

Photo by Magda Ehlers on Pexels.com

Bleibt gesund und träumt Euch an einen schönen Ort. Die Forsetzung folgt in einer Woche.

Liebe Grüsse, Elisa
28.04.2021

Von Tee und Zahn – und von einem Affentheater

Foto Hexenwald 11: Der ganz besondere Baum: Ficus Benjamina

(Forts.): Kommt Ihr wieder mit? Sri Lanka wartet!

Postkarte: Teepflückerinnen bei ihrer harten Arbeit auf den Teefeldern

Auf den Hügeln im zentralen Hochland, wo’s etwa 24ºC kühler ist als in der Ebene, reiht sich Teefeld an Teefeld. Unser heutiges Ziel ist die auf 500m Höhe gelegene Stadt Kandy mit dem Tempel, dessen Heiligtum der obere linke Eckzahn des Buddhas ist, dem eine abenteuerliche (Reise)Geschichte nachgesagt wird. Fotografieren ist verboten. Wir harren geduldig aus im endlosen, andächtigen Zug von Pilgern, die im Tempel einen Blick auf den heiligen Reliquienbehälter erhaschen wollen. Zweimal pro Tag wird der Schrein für 15 Minuten geöffnet. Die Ehrfurcht der vielen Menschen beeindruckt uns.

Postkarte: Der Tempel von Kandy, der Buddhas Zahn beherbergt

Alles in allem ist der Tempel jedoch nicht meine Welt. Buddha’s Zahn lässt mich an einen zahnlosen Mund, an ausgerissene Zähne denken…

Foto Phonsavan: Im Botanischen Garten von Kandy

Ich, die ich Bäume bewundere und liebe, bin denn auch erst im schattigen Botanischen Garten von Kandy mit den uralten, seltenen Bäumen in meinem Element.

Foto: Royal Garden of Kandy: Ebenfalls ein faszinierendes Exemplar

Die antike Stadt Polonnaruwa, die wir am nächsten Tag besuchen, war einst Hauptstadt des mächtigen Königreiches Ceylon. Es lohnt sich, die prächtigen Ruinen aus den Jahrzehnten nach 993 zu besuchen. Das Areal dieses UNESCO-Weltkulturerbes ist riesig und enthält steinerne Tempelfiguren, antike Bewässerungssysteme, Buddha-Statuen und 1000 Jahre alte Stupas. Als künstlerische Blütezeit der Klosterstadt gelten die Jahre 1154 bis 1196.

Foto DER MANN: Tempelruine in der antiken Stadt Polonnaruwa

Als der Regent 1293 wegzog, verlor Polonnaruwa an Bedeutung und verschwand zunehmend unter tropischer Vegetation, bis die Briten die Klosterstadt, ungefähr ab 1890, Stück für Stück vom Dschungel freilegten, der die Ruinen völlig überwuchert hatte. Manchmal wäre ich froh, die vielen «Architektursünden» in unserem Land würden ebenfalls vom Dschungel überwachsen, heisst: unsichtbar gemacht.

Foto DER MANN: Ruine in der alten Klosterstadt Polonnaruwa

Der Besuch der vielen Ruinen ist grossartig. Die alten Gemäuer haben etwas Schattenhaftes, Unerklärliches für uns, strahlen dennoch Kraft und Harmonie aus. Allerdings ist es sehr heiss, das Areal weitläufig. Vor einem der letzten Tempel streikt DER MANN. «Ich will nicht schon wieder in ein dunkles, halbverfallenes Gemäuer gehen, sie sehen alle ähnlich aus. Jedes Mal die Schuhe ausziehen, das Käppi vom Kopf nehmen, die Socken dreckig machen! Ich bleibe draussen im Schatten, da ist es angenehmer.»

Foto Elisa: Buddha in altem Tempel von Polonnaruwa mit frischen Blumen

Dadurch wird er Zeuge eines wahren Affentheaters. Eine asiatische Reisegruppe hat Hüte, Taschen und Schuhe auf einer Steinmauer deponiert. Während wir alle im Tempel sind, turnt eine fröhliche, vielköpfige Affenschar von den Bäumen, fällt kreischend über die Gegenstände her. Flink wird alles ausgeleert, durcheinandergewirbelt, in die Luft geworfen oder stibitzt, und dann blitzschnell «in Sicherheit» gebracht. «Wie ein unwirklicher Spuk», erzählt DER MANN nachher. Ts, ts, ts!! Null Anstand, null Respekt! Ob Buddha darob beleidigt ist? Oder ob er im Gegenteil ein diebisches Vergnügen an der wilden Rasselbande hat?

Eines ist klar: Die beraubten Touristen werden sich kaum freuen.

Foto DER MANN: Uralte Bäume im Botanischen Garten von Kandy, sie müssen gestützt werden

(Forts.folgt)

Liebe Grüsse, Elisa

21.04.2021

Photo by Rachel Claire on Pexels.com


Von Elefanten und Wolkenmädchen – und von einem behäbigen Ritt

Foto Elisa: Rasch, rasch zum Badevergnügen!

Forts. – Es geht weiter!
Ich bin entzückt, dass wir auf Sri Lanka so vielen Elefanten begegnen. Hier gehören sie zu den gefährdeten Tierarten, was man nicht vermuten würde. Ein «Muss» ist der Besuch des speziellen Elefanten-Waisenhauses Pinnawela, wo wir uns mit den Tieren über ihr tägliches Bad und übermütiges Spritzen und Herumplanschen freuen. Ein Elefäntchen posiert mit mir; es reicht mir nicht einmal bis zur Schulter.

Foto Elisa: Die Elefanten fressen viel, die „Bollen“ sind entsprechend gross
Postkarte: Prozessionselefant

Wahrscheinlich ist Euch bekannt, dass man früher in Asien, vor allem in Indien, die Kolosse im Krieg und bei Tournier-Kämpfen einsetzte. Das ist zum Glück längst vorbei. Doch noch heutzutage verrichten die Arbeitselefanten auf Sri Lanka Schwerstarbeit, dies vor allem an unzugänglichen Orten in den Wäldern. Sie heben und schleppen Baumstämme und Feldsteine, roden Urwald, beladen Lastwagen (deshalb sieht man sie öfters am Strassenrand), immer Seite an Seite mit ihrem Mahut (Elefantenführer). Zur Belohnung gibt’s ganze Wassermelonen, denn Wasser ist für sie lebenswichtig. Ob sie gerne arbeiten? Weniger anstrengend ist es vermutlich für sie, wenn sie, prachtvoll geschmückt, bei festlichen Prozessionen mitwirken. Es kann vorkommen, dass ein Elefant auf gefährliche Weise ausrastet, immerhin geschieht dies äusserst selten. Doch schlechte Behandlung vergessen sie nie.

Foto DER MANN: Scheinbar mühelos hievt der Elefant den Baumstamm auf den Lastwagen

Offenbar gefällt es ihnen, mit Touristen auf ihrem breiten Rücken auszureiten. Der 1stündige Elefantenritt am Fuss des Löwenfelsens (Sigiriya) ist etwas sehr Vergnügliches. Zwar hocken wir hoch über dem Boden in einem dürftigen, unbequemen Drahtgestell, wo wir uns festklammern müssen, während wir durch die Gegend geschüttelt und gerüttelt werden. Der grosse Kerl, Adula heisst er, geniesst den Spaziergang offenkundig. Verspielt trödelt er herum, reisst unterwegs ganze Äste von den Bäumen, verschlingt auf der Stelle riesige Mengen Blätter, und wenn er kräftig brunzt, tönt es wie ein rauschender, spritzender Wasserfall ganz nah an unserem Sitz.   

Foto DER MANN: Adula wird bereit gemacht für den Ritt

Ihr ganzes Leben verbringen Elefanten mit ihrem «Mahut». Sie entwickeln ein sehr enges Verhältnis zu ihm. Sie können 75 bis 80 Jahre alt werden. Stirbt ein Mahut vor dem Elefanten, verfällt der treue Riese in tiefe Trauer.

Ganz in der Nähe liegt der berühmte Löwenfelsen mit den Fresken der himmlischen Wolkenmädchen. Diese sollten auf keinen Fall fotografiert werden, es ist streng verboten. Versucht man es dennoch, erwarten einen empfindliche Strafen und die Beschlagnahmung der Kamera. Die Wandmalereien befinden sich in einer geschützten Nische. Von den ursprünglich 500 gibt es heute nur noch 19. Die barbusigen Mädchen sehen bezaubernd aus und wirken auch heute noch erotisch.

Foto Reiseleiter Asanga: DER MANN und ich, halbwegs auf dem Weg zum Löwenfelsen Sigiriya

Wir schaffen es leider nicht bis ganz hinauf! Schade um die Aussicht.

Foto Wikipedia: Der Sigiriya (Löwenfelsen) in seiner ganzen imposanten Steinmasse

Buchempfehlung: «Reef», von Romesh Gunesekera:
Das preisgekrönte Buch ist äusserst spannend sowie völkerkundlich interessant und mit feinem Humor geschrieben:
Im Jahr, als Sri Lanka unabhängig wird, kommt der elfjährige Triton als Boy in das Haus von Mister Salgado, einem Meeresbiologen, der nur einen Lebensinhalt hat: das gefährdete Universum des Ozeans. Für den Jungen wird das Haus des Junggesellen zu einem abgeschlossenen Mikrokosmos. Er lernt, das Silber so zu polieren, dass es schimmert wie geschmolzenes Sonnenlicht, den Liebeskuchen mit zehn Eiern zu backen und für die Freundin seines Herrn den Papageienfisch zu dünsten. Und er lernt, mit wachen Augen die politischen, sozialen und amourösen Ränkespiele zu beobachten. Hintergründig erzählt Triton seine Geschichte. Naiv und wissend zugleich, tapfer und ängstlich – die eindrückliche Stimme eines Jungen, der in einer zerbrechenden Welt erwachsen geworden ist.

(Forts.folgt)

Liebe Grüsse, Elisa
14.04.2021