Nachhaltig

Foto Elisa: Nach dem Regen

Ihr Lieben,

Foto Elisa: Die Blüten beginnen zu welken

Vielleicht habt Ihr bemerkt, dass ich mich eine Weile nicht gemeldet habe. Es ereilte mich Unvorhergesehenes, und das ganz plötzlich: Am 5. September brachte mich die Ambulanz als Notfall ins Spital. Nach drei Wochen bin ich nun seit heute wieder da – in ALTER Frische.

Foto Elisa: Holzäpfel

Zurück geblieben sind die unterschiedlichsten Eindrücke und Gefühle:

Foto Elisa: Tierischer Trost

Höllische Schmerzen, Schock, Ratlosigkeit, Ambulanz, Angst, rasche Hilfe, Blut, Blut, Zuwendung, Alpträume, Hilfsbereitschaft, Sonne, Hitze, viele Ärzte, geschlossene Abteilungen wegen Pflegepersonalmangel, vier Umzüge, zwei Spitäler, Wut, Ekel, Langeweile, Freundschaften, Besuche, Lachen, Vertrauen, ausgeliefert, unwohl in eigener Haut, Freiheitsdrang, Frustrationen, Zuversicht, beengt und eingesperrt, Abhängigkeit, fremdbestimmt, Ferienverzicht, Zuneigung, Tabletten, Tabletten, Physio, Schlaflosigkeit, Tapferkeit, Trost, Mitgefühl, Klangschalen, Gruppe „Gleichgewichtstraining“, Spaziergänge im Regen, Tränen, weidende Schafe, letzte Sommerfarben – und über allem die Treue und Liebe DES MANNES, der alles erträglicher machte.

Foto Elisa: Der Herbst kommt!

Erinnerung an ein unfruchtbares Gespräch:

Pflegerin: «Was möchten Sie von hier unbedingt wieder nach Hause nehmen?» «Gesundheit!» «Nein, ich meine, von den Dingen, die sie mitgebracht haben?» «Am liebsten alles…» «Ja, aber was davon müssen Sie unbedingt wieder haben?»  «??»

Uff, geschafft! Und grosses Glück gehabt!

Foto Elisa: Überall ist es bunt

Eure Elisa
28.09.2022

Foto Elisa: Es ist kalt geworden
Foto Elisa: Weinrebe

28 Kommentare zu „Nachhaltig

  1. Da hast Du ja einen riesen Bogen an Gefühlen und Erlebnissen in einer Flut von Begriffen gepackt!
    Hoffentlich ist jetzt alles in trockenen Tüchern! Viel Glücvk!

    Was das Gespräch anbetrifft:
    Da erinnere ich mich an den Film „Rückfälle“ mit G. Lamprecht. Der wieder rückfällige Alkoholiker spricht mit seiner Therapeutin, verzweifelt wie er war, hat er sie privat aufgesucht – doch sie weiß nur ihre üblichen schematischen Fragen, Ein BÄRENDIENST war das für ihn, das trieb ihn nur noch tiefer hinein.
    Übrigens traf ich einmal G. Lamprecht unversehens, hätte ihn gerne auf diesen Film angesprochen, aber das ging da gerade nicht.

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    1. Lieber Gerhard, ich danke Dir vielmals für Deine guten Wünsche. Es geht wieder aufwärts! Ja, so merkwürdige Gespräche sind keine Fiktion. Zum Glück hat das bei mir nur ein Kopfschütteln ausgelöst. Bei psychologischen Behandlungen können sie jedoch grossen Schaden anrichten, davon bin auch ich überzeugt. Aber eben, Psychologen wissen selbst oft auch nicht weiter… Herzlichst, Elisa

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      1. Lieber Gerhard, ich danke Dir für Deine Bemerkung. Oberflächliche Ratschläge sind überhaupt nicht hilfreich! Bestimmt kennst Du den Psychologen-Witz, der darin gipfelt: „Wenigstens haben wir darüber geredet.“ Da ist viel Wahres daran. Gerade in diesem sensiblen Bereich wäre gute und seriöse Arbeit mehr als wünschenswert. Elisa

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  2. Da hast Du ja einen riesen Bogen an Gefühlen und Erlebnissen in einer Flut von Begriffen gepackt!
    Hoffentlich ist jetzt alles in trockenen Tüchern! Viel Glücvk!

    Was das Gespräch anbetrifft:
    Da erinnere ich mich an den Film „Rückfälle“ mit G. Lamprecht. Der wieder rückfällige Alkoholiker spricht mit seiner Therapeutin, verzweifelt wie er war, hat er sie privat aufgesucht – doch sie weiß nur ihre üblichen schematischen Fragen, Ein BÄRENDIENST war das für ihn, das trieb ihn nur noch tiefer hinein.
    Übrigens traf ich einmal G. Lamprecht unversehens, hätte ihn gerne auf diesen Film angesprochen, aber das ging da gerade nicht.

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  3. Liebe Elisa, ich bin so froh, dass Du wieder da bist! Bis zuletzt glaubte ich, dass Dir etwas passiert sein muss und Du im Krankenhaus liegst. Schön, von Dir zu lesen! Ich bin wirklich erleichtert, obwohl ich Dich ja nicht persönlich kenne. Deine Erlebnisse klingen nicht gerade positiv. Ist Dir das im Ausland passiert? Aber das will nichts heißen. Ich denke mit Schrecken an meinen letzten Krankenhausaufenthalt in Deutschland zurück.
    Bei allem Elend hattest Du Deinen Mann an der Seite. Sicher bist Du froh und dankbar.
    Der September ist fast vorbei. Genieße die kommende Zeit und bleib gesund. Liebe Grüße, Gisela

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    1. Liebe Gisela, ich danke Dir herzlich für Deine wohltuende Anteilnahme. Deine lieben Worte haben mir gut getan. Nein, es war in der Schweiz, und das Spital war natürlich nicht schuld an meinem Ungemach. Doch spürt man den Pflegepersonalmangel bei einem solchen Aufenthalt am eigenen Leib, und in einem vulnerablen Zustand nimmt man alles noch viel härter wahr, oder nicht? Ich wünsche auch Dir, liebe Gisela, eine gute, das Herz erwärmende Herbstzeit – und dass Du nie mehr ins Spital gehen musst. Liebe Grüsse, Elisa

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      1. Liebe Elisa, das will ich für uns beide hoffen. Aber wenn es notwendig ist, dann ist man froh eine Stelle zu haben, wo man wiederhergestellt wird. Ich wünsche Dir weiterhin gute Erholung. Liebe Grüße, Gisela

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      2. Liebe Gisela, ich denke oft an Dich und Deine gesundheitlichen Probleme, die Dein Leben beschweren. Mit Freude habe ich anderseits gelesen, dass Du einen Gedichtband herausgebracht hast. Ich gratuliere Dir herzlich dazu. Könnte ich ihn auch für den Versand in die Schweiz bestellen? Schönen Sonntagabend und liebe Grüsse, Elisa

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      3. Oh, wenn Du das tun würdest, wäre es mir eine große Freude. Das Buch ist über die ISBN-Nummer erhältlich, beim Verlag oder im Buchhandel. Auf meiner Website findest Du den Link in der rechten Spalte. Vielen Dank, einen schönen Sonntagabend und liebe Grüße an Dich.

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  4. Liebe Elisa, was war denn los? Denn ja, ich habe mir wirklich Sorgen gemacht, so lange nichts von dir zu hören…
    Bist du gestürzt?
    Ach, egal – wenn du es hättest sagen wollen, hättest du es ja getan…
    Die Hauptsache ist, dass du wieder fit bist UND dich gemeldet hast.
    Pass bitte weiterhin gut auf dich auf und genieße den sonnigen bunten Herbst…
    🍂🌾🌿🌻🍁🍃
    Viele herzliche Grüße von deiner Freundin Bea 💖💖💖

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    1. Liebe Bea, Deine lieben Zeilen haben mich sehr berührt, herzlichen Dank dafür. Nein, ich bin nicht gestürzt. Eigentlich war es ziemlich banal: Mein Blut (ich nehme seit Jahren Marcoumar) geriet ausser Kontrolle, d.h. es wurde unbemerkt viel zu dünn, so dass ich während vieler Stunden innerlich blutete, was schliesslich starke Schmerzen und Immobilität zur Folge hatte, obwohl es glücklicherweise „nur“ das Kniegelenk traf. Es hätte viel schlimmer kommen können! 😮 Man konnte am nächsten Tag den Blutfluss im Spital relativ rasch stoppen. Der Schock sass jedoch tief, wohl auch deshalb, weil aus einem glücklichen Sonntagnachmittag über Nacht ein alptraumhafter Montag wurde, der es mir bewusst machte, wie rasch das Leben auf den Kopf gestellt werden kann, was ich ja auch beim Tod meines Sohnes erlebte. Jetzt muss ich ein anderes Medikament nehmen, und das Knie wird wahrscheinlich gut verheilen. Da habe ich im Spital ganz andere Menschen und Schicksale gesehen – etwas, das einen eben auch lange nicht loslässt. Geniesse auch Du den bunten Herbst mit den vielen Farben, die Dein Künstlerherz bestimmt erfreuen und anregen! Herzlichst, Deine Freundin Elisa 😍😘🥰🤩😀🦪🌺🌻🍂🍁

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      1. Lieber Reiner, ich weiss, dass es deinem Vater nicht gut geht. Den Grund wusste ich allerdings nicht. Ich danke Dir herzlich für Deine warnenden Worte. Mein Mann ist Deiner Meinung, da ich aber vor 9 Jahren eine Lungenembolie hatte, wird es nicht einfach sein, eine andere Lösung zu finden. Ich jedenfalls fühle mich seit der „Entgleisung“ ebenfalls nicht mehr wohl mit Blutverdünnern, auch wenn es jetzt das Medikament Eliquis ist, das ja ebenfalls Nebenwirkungen hat. Ich werde das Problem mit einem Arzt besprechen und hoffe auf eine Lösung. Deinem Vater wünsche ich von Herzen alles Liebe und vor allem gute Besserung. Herzlichst, Elisa

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      2. Ach man, das ist ja wirklich gruselig. So mir nichts dir nichts eine innere Blutung, die solch fatale Auswirkungen hatte. Gut, dass alles (im Nachhinein betrachtet) doch noch glimpfig ausgegangen ist…
        Ja – Medikationen retten nicht nur Leben, sie sind mitunter auch gefährlich! Aber du scheinst ja alles gut überstanden zu haben. 😇
        Danke für die genauere Information und wie gesagt: Pass bitte weiterhin gut auf dich auf!
        Erleichterte Grüße Bea 🙏🏻🙋🏻‍♀️😘

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  5. Ein Intermezzo, auf das du gern verzichtet hättest. Hauptsache, du bist wieder fit und kannst jetzt mit leichter Feder von diesem belastenden, gefolgt von wieder angenehmen Erlebnissen, berichten! Alles Gute, liebe Elisa, wünscht Anke.

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    1. Ja, da hast Du absolut Recht, liebe Anke. Vielleicht müssen wir hin und wieder „hinfallen“, damit wir die Schönheit der Welt um uns wieder neu betrachten lernen. Ich danke dir vielmals für Deine guten Wünsche und wünsche auch Dir weiterhin viele spannende Erlebnisse, die ich immer wieder gerne verfolge. Herzlich, Elisa

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  6. Schön, dass Du wieder zuhause bist und alles Gute, pass auf Dich auf und schätze die Geborgenheit, die Dich nun wieder umgibt! Was die Frage der Pflegerin anbetrifft, fehlt mir ein gewisses Verständnis und eine Logik. Was wollte sie damit bezwecken, wollte sie Dein Parfüm, dein Nachthemd – ich kann es mir nicht vorstellen und habe noch nie von dergleichen gehört.
    Alles Liebe und Gute und Haupsache es geht Dir wieder gut und es bleibt so! Herzlichst Ursula

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    1. Liebe Ursula, ich danke Dir herzlich für Deine beiden lieben Beiträge. Ja, die fehlende Geborgenheit darf ich beim MANN jetzt wieder geniessen. 🌸💐 Er ist, glaube ich, auch froh, dass ich wieder da bin. Schön, dass Du Dich auf meinen nächsten Beitrag freust, der wird bestimmt fröhlicher sein! Wegen dem Gespräch war ich auch im Unklaren. Beim Austritt bat man mich jedoch zu unterschreiben, dass ich meine Brille und mein Hörgerät (das ich die ganze Zeit in den Ohren hatte!) wieder mitnehmen dürfe! Komisch, aber möglicherweise ging es dabei um Diebstähle aus der Vergangenheit? Ich habe es dummerweise versäumt zu fragen… Gute Gesundheit Euch beiden und liebe Grüsse, Elisa 🍀🍀🌳🤩🤩

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