Text Nr. 1: Rolltreppen

Liebe Blog-Freunde, Sommerzeit – Ferienzeit. Ich gönne mir eine kleine persönliche „Saure-Gurken-Zeit“ und „rezykliere“ ein paar meiner Kurztexte, die schon einmal veröffentlicht wurden. Sorry für jene, die sie bereits kennen…

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Ein kleines Mädchen, das mit seinem Vater im Warenhaus zum ersten Mal auf Rolltreppen fuhr, fragte diesen erstaunt: „Wohin gehen denn all diese Treppenstufen? Ist jetzt der Keller voller Treppen?“

Dazu fällt mir ein, dass in Bern der „Loeb“ als erstes Warenhaus Rolltreppen einführte. (Der „Loeb“ war sozusagen schon damals als Kaufhaus die „Berner Institution“.) Das war 1956. Ungewöhnlich ist, dass „Loeb“ für ängstliche Kunden Kurse anbot, damit sie das sichere und korrekte Benützen der neuartigen Treppen erlernen konnten. Wie muss man sich das denn vorstellen? Vielleicht etwa so: „Legen Sie Ihre Hand auf den schwarzen Handlauf, schauen Sie gleichzeitig auf Ihre Füsse. Nun wagen Sie mit grosser Vorsicht, aber trotzdem entschlossen den ersten Schritt. Und auf geht’s! Hui! Gut gemacht!“ Oder: „Halt! Halt! Halt! Hoppla! Haaalt!! Um Gottes Willen! Rolltreppe sofort, ich wiederhole sofort, abstellen!!!“

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Die erste Rolltreppe der Welt ging bereits am 16. Januar 1893 in New York in Betrieb. Auweia! Damals bewegten sich die Damen doch in knöchellangen, gebauschten Röcken. Wie sie wohl auf den Rolltreppen zurecht kamen? Und erst noch ohne den Loeb-Kurs?

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Eine aussergewöhnliche, sehr lange Rolltreppe befindet sich seit 1993 in Hong Kong. Sie wurde im Freien gebaut, ist 800 (!) Meter lang, teilweise überdacht und steigt über 135 Meter an. Wenn die still steht, ist man ziemlich aufgeschmissen, mit oder ohne langen Rock!

Fröhliches Einkaufen wünscht Euch Elisa
10.08.2022

15 Kommentare zu „Text Nr. 1: Rolltreppen

  1. Hallo liebe Elisa, schön – das du diesen Beitrag erneut eingestellt hast, denn ich kannte ihn noch nicht. 🙂 Und ja, Rolltreppen haben es in sich.
    Allein die korrekte Nutzung…
    In den USA beispielsweise wirst du es nicht erleben, dass sich Leute nebeneinander auf die Treppe stellen. Die Steher stehen rechts , damit die Läufer links vorbeilaufen können.
    Quasi für die Eiligen.
    Macht Sinn, meiner Meinung nach. Hier in „Good old germany“ ist das jedoch für die Mehrzahl der Rolltreppennutzer schier unbekannt, trotz häufiger Erwähnung in den Medien und ganze Horden stehen fett nebeneinander gequetscht und motzen schlimmstenfalls sogar, wenn man es eilig hat und um Durchgang bittet.
    Dabei könnte es so einfach sein 🙂
    Stattdessen muss man sich im Zickzack durch die Quetschies betteln – und wird „ungern“ durchgelassen, weil (wenn) die Zeit mal drängt.
    Aber wem sage ich das – das wirst du sicherlich auch kennen…. 😀
    Vielleicht wäre genau dafür ein Kurs gar nicht so schlecht! 🙂
    💗-liche Grüße Bea

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    1. Liebe Bea, herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Wir Schweizer machen es den Amis offenbar nach: in Kaufhäusern und vor allem in Bahnhöfen klappt es mit dem „rechts stehen“ und „links gehen“ relativ gut, vor allem während den Stosszeiten, in denen viele Menschen in Eile sind. Im besagten Warenhaus „Loeb“ hat es auf jeder linken Treppenstufe sogar gelbe Füsschen eingezeichnet, damit selbst jeder Schafskopf versteht, was hier die Regel ist. Sind wir nicht ein braves Volk? Inzwischen habe ich erfahren, dass Rolltreppenfahren tatsächlich nicht immer ungefährlich ist. Es hat, will man den Berichten glauben, schon schlimme Unfälle gegeben, wenn man nicht aufpasst. Was ich auch nicht gewusst habe: Es gibt einen Knopf, wo jeder die Rolltreppe selbst abstellen kann. Das finde ich echt gut. Übrigens: Meine Sommer-Geschichten sind vor Jahren in einem wunderschönen Magazin erschienen, samt Bild von mir mit kleinem Lebenslauf. Das freut mich noch heute! 😍😃🥰 Liebe Grüsse, Elisa

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      1. Hach Elisa, im nächsten Leben komme ich glaube ich auch als Schweizer Bürger zurück – bei euch scheint wirklich vieles besser zu sein! 😮
        Und du hast Artikel in einem Magazin veröffentlicht? Wow, toll! Da hast du wirklich allen Grund, stolz zu sein, denn so etwas ist ja nicht selbstverständlich….
        Aber bei deiner Art, zu schreiben ist es auch nicht abwegig – deine Geschichten sind immer unterhaltsam, lehrreich und noch dazu niemals langweilig geschrieben!
        🙂
        Und es gibt einen frei zugänglichen An- und Abstellknopf für Rolltreppen? Das war mir bislang unbekannt – und vielen anderen sicher auch. Und wie gut: Wer weiß, wie viele Deppen sich sonst einen Spaß daraus machen würden, diesen Knopf ständig zu drücken…. :-D)))
        Lass es dir gut gehen und bis bald, liebe Grüße Bea 😘

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      2. Liebe Bea, natürlich würde ich Dich in einem nächsten Leben gerne in der Schweiz begrüssen! Aber ob Du bei uns tatsächlich glücklich wärst? Wir haben hier ja nicht nur Rolltreppen! 🤩🤩 Das mit dem Magazin war wirklich spannend: der Besuch der Chefredaktorin, dann die Aufnahmen mit einer wirklich professionellen Fotografin, als Resultat die beiden tollen Seiten über mich, die Reaktion von Bekannten und Freunden… Ich war sehr glücklich darüber. 😃 Das Leben hält immer wieder schöne Überraschungen für uns bereit, oder nicht? Ganz liebe Grüsse, Elisa

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    1. Lieber Gerhard, es scheint, dass man immer mal wieder aussteigen kann. Die chinesische Rolltreppe führt über verschiedene Lebensbereiche hinweg, wie wohnen, arbeiten, sich vergnügen, essen und trinken. Ich würde liebend gerne einmal mit ihr fahren. Kommst Du mit? Danke und liebe Grüsse, Elisa

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      1. Lieber Gerhard, mir geht es gleich! Schade, gäll! Es gäbe noch so viel zu entdecken in der weiten Welt. Aber wenn ich Deine wunderbaren Fotos ansehe, wird mir jedes Mal klar, dass es auch in der nahen Umgebung viel zu bewundern gibt. Gute Nacht und liebe Grüsse, Elisa 🤩😴

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    1. Liebe Brigitte, danke Dir vielmals für Deinen Kommentar. Es stimmt, wir vergessen oft, dass viele Dinge, an die wir uns gewöhnt haben, nicht gar so selbstverständlich sind, wie wir meinen. Sie mussten erst einmal erdacht, ausprobiert, hergestellt und bezahlt werden. Herzlichst, Elisa

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