Auf Entdeckungsreise

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Photo Elisa: Ritterrüstung (Da steckt hoffentlich kein Mann drin!)

Wie ich letztes Mal bereits geschrieben habe, gehe ich wahnsinnig gerne in Museen und Schlösser aller Art, auch Häuser berühmter Menschen finde ich aufregend. Ihr könnt es sicher bestätigen: Es findet sich auf der ganzen Welt Sehenswertes, das der Entdeckung harrt! Hoffentlich kommen bald Pandemie-freie Zeiten, damit wir uns wieder unbeschwert bewegen dürfen.

Wart Ihr schon einmal im Charles Dickens House in London, in dem der Dichter wohnte, als er erst 12jährig war und eine Zeitlang in der Fabrik arbeiten musste, weil sein Vater im Schuldgefängnis sass? Oder im hübschen weissen Haus des früh verstorbenen, englischen Poeten John Keats – habt gar lauschend unter dem Pflaumenbaum gesessen, unter dem die «Ode an die Nachtigall» entstand? Oder im «Hagenauer Haus» in Salzburg, wo Mozart seine Kindheit und Jugendzeit verbrachte, wenn er nicht gerade auf strapaziöser Reise in einer holprigen, den Hintern beutelnden Kutsche sass? Vielleicht seid Ihr bewundernd in der Wohnung von Albert Einstein gestanden, wo er zwei Jahre mit Milena Maric in Bern verbrachte, habt anhand von Briefen die schwierige Ehe der beiden mitfühlend verfolgt?  

Wikipedia: Gillette als Sherlock Holmes

Sehenswert ist auch Mark Twain’s Haus in Hartford (Connecticut), ein «Haus mit einem Herzen und einer Seele», so er selbst. Besuchern der US-Ostküste empfehle ich ausserdem das Gillette Castle mit Blick über den Connecticut River, die ehemals private Residenz des Schauspielers William Gillette (1853-1937). Gillette, bekannt als Bühnendarsteller von Conan Doyle’s Sherlock Holmes, dessen äusseres Erscheinungsbild er nachhaltig prägte, entwarf das kauzige Haus selbst. Zu den Eigentümlichkeiten des Gebäudes, das einer Burgruine nicht unähnlich sieht, gehören spezielle Türknöpfe und Schlösser, ein Geheimgang sowie verborgene Überwachungsspiegel. Die illustren Gäste von Gillette hatten nicht die leiseste Ahnung, dass ihr Gastgeber sie Nacht für Nacht ausspionierte.

Wikipedia: Gillettes verschrobenes Haus

Kurz und gut: Museumsausstellungen sind derart vielfältig und spannend, dass man nur staunen kann: Sie reichen von Ritterrüstungen, Dynosaurier-Skeletten, wissenschaftlichen Themen, Technik, wertvollem chinesischem Porzellan, Mumien, edlen Stoffen, Sitten und Gebräuchen im Lauf der Jahrtausende, über Musikautomaten, kostbare Gemälde, jüdische Eheverträge Ketubah bis hin zu weltumspannenden, völkerkundlichen Sammlungen oder Kuriositäten aller Art.

Wikimedia.com: Jüdischer Ehevertrag

Wer das Äussere eines Museums ebenso schätzt wie sein «Innenleben», wird an der Getty Villa direkt oberhalb der Pazifikküste in Malibu Los Angeles seine helle Freude haben.

Photo Bobak Ha’Er: Getty Villa in Los Angeles

Viel Luft und Raum bietet die nach altrömischer Architektur gestaltete Anlage mit dem langen Wasserbecken, flankiert vom schmucken, weitläufigen Säulengang (Kolonnade), den vier Gärten und dem Gebäude, das der römischen Villa dei Papiri aus Hercunaleum nachempfunden ist. Hercunaleum war eine antike Stadt am Golf von Neapel, die wie Pompej beim Ausbruch des Vesuvs in der zweiten Hälfte des Jahres 79 n.Chr. unterging.

Photo by Michiel Verledens on Pexels.com: Angkor Wat, Haupttempel

Oder wie wär’s mit Angkor Wat, der Khmer-Tempelstadt aus dem frühen 12. Jahrhundert in Kambodscha? Das (nach Landfläche) grösste religiöse Denkmal der Welt hinterlässt beim Besucher unauslöschliche Erinnerungen und ehrfurchtvolles Staunen. Die Bäume, die manche der uralten Tempel täglich mehr durchwachsen, lassen die Ruinen in den Augen des Betrachters beinahe als lebendige Steine erscheinen.

Photo by James Wheeler on Pexels.com: Nicht in den Himmel, in den Tempel wachsen die Bäume!

Sucht man das Skurrile, bieten sich englische Museen und Gespensterschlösser an. Ich denke da speziell an Cornwall. Doch dazu später. In der Fortsetzung geht’s zunächst um die Geisterstunde – sozusagen zur Einstimmung.

21.10.2020, Elisa

Photo von Barbara Butscher: Besuch im Wasserschloss

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