Mhmmm?

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In Südafrika war’s. Die Dame des Hauses versammelte wöchentlich ihre Freundinnen um sich zum Nachmittagskränzchen, wo die Ladies bei Tee und Kuchen den neuesten Klatsch austauschten. Besonders beliebt war der englische Cherry Cake mit den kandierten Kirschen im luftigen Teig. «Sag mal», wollte eine der Freundinnen eines Tages von der Gastgeberin wissen, «wie macht das deine Köchin? In unserem Cherry Cake sinken die schweren Kirschen beim Backen immer allesamt auf den Boden des Kuchens, anstatt sich schön im Teig zu verteilen wie hier bei dir.» Abends fragte die Lady ihre Köchin. Die schwarze Mary lächelte vergnügt. Dann antwortete sie: «Ganz einfach, Ma’am, ich nehme die Cherries alle in den Mund und spucke eins ums andere gleichmässig in den Teig. Dort bleiben sie dann stecken, bis der Cherry Cake gebacken ist.» Enjoy your cake!

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Im idyllisch gelegenen Ausflugsrestaurant war’s. Den bestellten Salat hatte ich etwa zur Hälfte gegessen, als ich plötzlich einen weiss-schwarzen, etwa 4cm langen, extrem dünnen Wurm bemerkte, der in solchem Tempo in den restlichen Blättern meines Salats herumturnte, dass ich ihn nur mit Mühe einfangen konnte, um ihn dem Kellner zu zeigen. Noch so gerne überliess ich ihm (dem Wurm) hierauf den durchwühlten Rest der gesunden Vitamine. Igittigitt!

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In unserer Stadt war’s. Vor Jahren gab es mitten in der Stadt eine sogenannte «Brötli-Bar». Dort wurden belegte Brote vor den Augen der auf Barstühlen wartenden Kundschaft frisch zubereitet und dann sofort mit Appetit gegessen. Die mit den verschiedensten Zutaten belegten Brötchen schmeckten wirklich fein und sahen ausgesprochen appetitlich aus. Die Bar war stets gut frequentiert. Ich teilte die Begeisterung. Bald wurde ich Stammgast, bis, ja bis ich eines Tages beim genüsslichen Schmausen beobachtete, wie der ältere Mitarbeiter, der die Brote schmierte, jedes Mal, wenn er die Butter oder den Frischkäse aufgetragen hatte, voller Hingabe das Messer ableckte. Wohl bekomm’s!

Es hat sein Gutes, dass wir nicht in jede Küche und Backstube reinschauen können…

Elisabeth, 27.2.2020

10 Kommentare zu „Mhmmm?

  1. Eijeijei, da ist jeder schon vom Lesen erst einmal satt, denke ich. 🙂 Wobei mir der Kuchen doch sogar noch am wenigsten schlimm erscheint, da er ja im Anschluss gebacken wird. Obwohl….. wenn ich es mir genau überlege, würde mir der Kuchen sicherlich auch im Nachgang wieder hochkommen, würde ich von ihm gekostet haben und DAS anschließend erfahren.
    Liebe Elisa, du hast recht – wie gut, dass man nicht in jede Küche reinschauen kann und somit NICHT alles weiß…..
    Und wie gut, dass ich heute Mittag eine dicke Portion Lasagne gegessen habe und immer noch satt bin!!! 🙂
    Weiterhin Bon Appetit und hab einen schönen Abend, liebe Grüße Bea

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  2. Liebe Elisabeth
    Ich kenn das, aus fernen Ländern. Wenn man da nicht drüber hinweg sehen kann, sollte man besser nicht hingehen. Ein paar Tabletten gegen Durchfall …….
    Herzlichst aus Ghana
    Hannes

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  3. Um Reisen in fremde Länder genießen zu können, muss man in dieser Hinsicht möglichst voreingenommen sein.
    Meine Erfahrungen zeigen, dass besonders ängstliche Menschen nicht so besonders gut wegkommen.
    Zuhause nutze ich gerne meine Verbindungen zum Lebensmittelüberwachungsamt und informiere mich hin und wieder über Aktuelles. Nur um ein Beispiel zu nennen`: Auf dem Wochenmarkt stehen Verkaufswagen mit Lebensmitteln und man stelle sich vor, ein Verkäufer von frischem Geflügel legt zwar bei 25 Grad und mehr ein Kabel zur Beruhigung (= Täuschung der Behörden )schließt es aber nicht am Stromkreislauf an, um Kosten zu sparen. Ich erspare es den Bloggern an dieser Stelle, weitere Beispiele aus der Praxis anzuführen.
    Noch dazu, dass man in Deutschland enorm an Personal in den Kontrollbehörden spart und damit in Kauf nimmt, dass viel zu wenig Kontrollen durchgeführt werden können. Die „schwarzen Schafe“ haben also die Chance, nur selten gerügt oder bestraft zu werden.
    Trotz alledem wünsche ich einen guten Appetit und g l a u b e n wir einfach an das Gute im Menschen!
    Das hilft mir jedenfalls meistens. Liebe Grüße Ursula

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    1. Liebe Ursula, herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Ja, ängstlich sollte man beim Reisen nicht sein – vorsichtig aber schon.
      Die Lebensmittelkontrolleure sind meistens nicht willkommen. Es ist wie bei der Finanzkontrolle, es ist ein einsamer Job. Seine eigene Arbeit lässt man durch Fremde nicht gerne kontrollieren.
      Jetzt, wo wir durch das Corona-Virus bedroht sind, reden alle von mehr Hygiene. Hoffen wir, dass wir die Epidemie bald überstanden haben. Liebe Grüsse, Elisa

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      1. Sehr schöner Text.
        Als ich meine Freundin besuchte, haben wir Kuchen gebacken. Wir beide haben voller Genuss die Löffel abgeleckt.

        Das war vor 35 Jahren. Heute arbeitet sie im OP und muss die Sicherheitsvorkehrungen einhalten. So ändern sich dir Zeiten.
        Ich wette, dass sie immer noch heimlich vom Löffel schleckt.

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      2. Meine Liebe, Dein Text hat mich sehr heiter gestimmt. Im eigenen Haushalt darf man gewiss schlecken – das lernt man schon als kleines Kind bei der backenden Mama… Da tauchen herrliche Erinnerungen an Kindheit und Jugend auf! Ich danke Dir für Deinen freundlichen Beitrag und auch, dass Du mir folgst. Elisa

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  4. da habe ich auch schon grausliges erlebt. Bei den Beduinen, ganz nett…bis auf das Besteck, welches sie wahrscheinlich nur für uns irgendwo aus einem Versteck hervorgeholt haben. Sie selber benützen kein Besteck und wissen wahrscheinlich auch nicht, wie man es sauber macht. Es klebte da Dreck dran…..Jedenfalls wollten wir nun auch mit den Fingern essen. Das Essen war gut, ( ich wollte nicht wissen, wo und wie sie das zubereitet hat) aber viel zu viel, sodass wir von Anfang an einen Teil wegschoben und gar nicht anrührten. Ich sagte dann der Beduinenfrau, wie lecker das Essen sei, aber dass wir den einen Teil nicht berührt haben, weil es einfach viel zu viel war. Daraufhin meinte sie, das wäre schade, sie müsse eh alles wegschmeissen was von den Touristen stehengelassen würde, weil diese ja eventuell fremdartige Keime einschleppen und sie krankmachen würden. Und sie können sich keinen Arzt leisten.
    Tja…wir können uns zwar einen Arzt leisten, aber wir wollen ja auch nicht krank werden, nur so wegen dem Besteck und so….wir haben aber nichts gesagt.

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