Ein denkwürdiges Datum

Heute vor 10 Jahren, am 4. November 2009, musste ich mich einer schweren Krebs-Operation unterziehen. Ein langes, zähes, schmerzliches Ringen um Genesung folgte. Grosse ärztliche Kunst, liebevolle Betreuung, gute Pflege, viel Geduld – und nicht zuletzt Gebete – halfen mir, die schwierige Zeit zu überstehen. Eine Menge Unterstützung bekam ich auch von meinem Sohn, DEM MANN, meiner Familie und meinem Freundeskreis. Nach monatelanger Behandlung wurde ich wie durch ein Wunder geheilt und darf noch immer freudig am Leben teilhaben.

Darum möchte ich heute allen, die dazu beigetragen haben, laut «Danke, Danke, Danke» zurufen für die zehn geschenkten, wunderbaren Jahre! Der folgende, selbst verfasste Psalm soll meinen Empfindungen Ausdruck verleihen.

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Dankes-Psalm (von Elisa)

Der liebe Gott geht durch die Welt… IHM folge ich auf dem Fuss.
Denn überall dort, wo DU hintrittst, o Herr, hinterlässt DU Deine göttlichen Spuren.

DICH, meinen Schöpfer, sehe ich –
im winzigen Schneekristall, der in der Sonne glitzert wie ein Diadem,
im goldenen Abendlicht, wenn der Horizont erglüht,
im weissen Blümchenteppich auf schattigem Grund.
DU schaust mich an in der Reinheit von Kinderaugen,
DICH entdecke ich im nachtblauen Himmel, den ein Silbermond bewacht.

DICH, meinen Schöpfer, fühle ich –
im weichen Moospolster, auf dem das kunstvoll geformte Schneckenhaus liegt,
im Tau des kühlen Grases, das meinen nackten Fuss umfängt,
im feinen Sand, der mir durch die Finger rieselt.
DICH erahne ich in der Sanftheit der Brise auf meiner Wange,
im seidigen Fell der Katze, die mir um die Beine streicht.

DICH, meinen Schöpfer, rieche ich –
im Duft der voll erblühten Rose, im Geruch von sonnenwarmem Heu,
in der Herbheit des roten Ahornblatts, das unter meinen Schritten raschelt.
DICH schmecke ich im würzigen Kaffee und im Duft von knusprigem Brot.

DICH, meinen Schöpfer, höre ich –
im süssen Gesang der Amsel, die das Morgenlicht begrüsst,
im Wispern des Windes, der in der Baumkrone die Blätter fächelt.
DICH erfahre ich im Rauschen des Meeres, das den Strand umspült,
DIR spüre ich nach im Wunder der Musik,
deren Klang trennende Mauern durchbricht.

Der liebe Gott geht durch die Welt… IHM folge ich auf dem Fuss.
Denn jedes Mal, wenn ich DICH erkenne, o Herr, schenkst DU mir den Glauben neu.
Mit jedem Atemzug und jedem Herzschlag danke ich DIR,
dass überall da, wo DU bist, mein Herz sich wie im Himmel fühlt.

Elisabeth, 4.11.2019

Inspiriert vom Lied «Waldandacht – Der liebe Gott geht durch den Wald», komponiert von Franz Wilhelm Abt, 1819 – 1885, Text von Leberecht Blücher Drewes, 1816–1870, zu hören auf „YouTube“.

8 Kommentare zu „Ein denkwürdiges Datum

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